Perfektion in etwas nicht so Perfektem sehen…

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Bangalore, 13. Mai 2013

Heute haben wir das Projekt des Kumudvathi Flusses eingeführt.

Die ehrenamtlichen Helfer für ein besseres Indien haben gute Arbeit geleistet, indem sie einen ausgetrockneten Fluss – der die Stadt Bangalore überdies mit Wasser versorgt hatte – regeneriert haben. Dadurch werden sechzig Prozent der Wasserknappheit in der Stadt Bangalore behoben. Weitere dreihundert Dörfer werden außerdem davon profitieren.

Zwanzig Seen wurden bereits regeneriert, und die ganze Arbeit wurde von freiwilligen Helfern durchgeführt. Ich gratuliere allen Helfern, die sich in den letzten drei Monaten sieben bis acht Stunden wöchentlich mit Herz und Seele dafür eingesetzt haben, dass das geschehen konnte.

Seht, genau das ist notwendig: Leidenschaft, die eine Veränderung bewirken kann. Wir müssen Leidenschaft mitbringen, um die nötigsten Veränderungen in allen Lebensbereichen erreichen zu können.

Heute wurde auch Sri Sri Organics (biologische Landwirtschaft) eingeführt. Die Bauern müssen sich nun keine Sorgen mehr darüber machen, nicht den angemessenen Preis für ihre biologischen Produkte zu erhalten. Sie müssen sich nur mit unserem landwirtschaftlichen Departement in Verbindung setzen, und wir werden sie unterstützen. Sie werden auch von uns ausgebildet, was die Produktion biologischer Nahrungsmittel betrifft, und wir werden ihnen Gelegenheiten bieten, mit ihren Projekten die allgemeine Bevölkerung zu erreichen. Das ist ebenfalls sehr wichtig.

Ein weiteres Projekt ist das Light a home project, das sich um Licht in jenen Häusern kümmert, die bisher über keinerlei Elektrizität verfügt haben. Es wird vom Sri Sri Rural Development Program durchgefürt. In den letzten Monaten wurden bereits viertausend Häuser mit Licht versorgt, was eine große Leistung darstellt. Diese viertausend Häuser, die keine Elektrizität hatten, verfügen nun über Solarenergie. Viele dieser Häuser befinden sich an Orten ohne Straßen. Es ist sehr schön, dass ihnen nun trotzdem Elektrizität zur Verfügung steht.

Ale ich heute Morgen aufwachte, tauchte ein Gedanke in meinem Geist auf. Es ist nicht schwer, das Göttliche in erleuchteten oder guten Menschen zu sehen. Es wird aber zur Herausforderung, das Göttliche auch in dummen, bösartigen Menschen zu erkennen. Es ist sehr schwer, in ihnen das Göttliche zu sehen. Und es sind gerade diese Menschen, die unseren Geist durcheinanderbringen.

Wenn du erkennst, dass auch sie eine Manifestation des Göttlichen sind, dann bewegt sich der Geist zu einer anderen Ebene des Bewusstseins. Dort kannst du die Einheit erkennen, diese eine Göttlichkeit, die in jedermann und in allem existiert. Das ermöglicht es dir, tief in dein Inneres einzutauchen.

Oft handeln wir nicht, obwohl es angebracht wäre, weil wir denken, alles sei sowieso schon in Ordnung, da doch alles Gottes Willen entspreche. Wenn wir so denken, verlieren wir die Leidenschaft und den Enthusiasmus, etwas zu vollbringen. Das ist die falsche Einstellung.

Wenn du nach innen gehst und meditierst, ist diese Haltung – dass alles in Ordnung sei – jedoch angemessen. Wenn du handeln willst, musst du deinen Intellekt benutzen, deine Weisheit einsetzen. Du musst herausfinden, worum du dich kümmern solltest, was richtig und falsch ist, und wie du die Dinge verbessern kannst.

Sind wir in der Lage, diese beiden Situationen zu unterscheiden, so werden wir zu einer völlig anderen Ebene des Bewusstseins gelangen, in der die innere Kraft in unserem Leben ununterbrochen fließen wird.

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Die drei Dinge, für die wir leben

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Tokio, 25. April 2013

Wir müssen das Leben von einer breiteren Perspektive aus sehen.
Wir erfahren das Leben und die ganze Welt über unsere Sinne, dadurch dass wir sehen, hören, berühren und verstehen. Das Wissen, das wir über unsere Sinne erhalten, macht die eine Ebene aus.
Es gibt eine weitere Ebene, deren Wissen höher einzustufen ist als das Wissen, das uns durch die fünf Sinne vermittelt wird: Die Ebene des Intellekts. Das Wissen, das wir durch den Intellekt erfahren, ist dem Wissen, das uns über die fünf Sinne vermittelt wird, überlegen.
Wir sehen die Sonne auf- und untergehen, aber unser Intellekt sagt uns, dass weder das eine noch das andere geschieht, sondern dass die Erde sich dreht.
Es gibt noch eine weitere Ebene des Wissens, die wiederum derjenigen des Intellekts überlegen ist. Das ist die Ebene des intuitiven Wissens. Als menschliche Wesen sind wir alle mit der Fähigkeit ausgestattet, das intuitive Wissen anzuzapfen.
Dies ist das spirituelle Wissen. Du begibst dich jenseits von Zeit und Raum und betrachtest die Realität von dort aus. Ich denke, ihr alle habt die Erfahrung schon irgendeinmal gemacht, dass das Bauchgefühl sich vom Intellekt unterschied, was immer der auch sagen mochte. Du hattest eine starke Intuition, während deine Logik etwas anderes sagte.
Jeder Mensch verfügt über diese Fähigkeit, weiß jedoch nicht, wie er sie nutzen kann.
Es ist so, als seist du im Besitz einer Schatztruhe, die du verschlossen hast, und zu der du keinen Schlüssel mehr besitzt. Du weißt nicht, was du damit anfangen sollst. Oder es ist so, als hättest du das Passwort zu deinem Computer oder zu deinem Telefon vergessen, sodass du sie nicht nutzen kannst.
Dasselbe geschieht in unserem Leben.
Unser Körper hat Zugang zu vielen Dimensionen der Realität, und die Fähigkeit, diese Ebenen zu erreichen oder die Wünsche anderer zu erfüllen, steht uns nur dann zur Verfügung, wenn wir im Besitz des Passwortes sind. So einfach ist das und doch so tiefgründig.
Ein einfaches Passwort – und schon öffnet sich der Computer und bietet dir die ganzen Informationen.
Die Verbindung zur universellen Energie, zur universellen Kraft in unserem Inneren ist notwendig. Hat diese Verbindung einmal stattgefunden, dann kann nichts im Universum dein Lächeln, deine Energie, deinen Enthusiasmus, deine Freude und deine intellektuelle Brillanz schmälern.
Deshalb gibt es spirituelle Techniken, die dir dazu verhelfen sollen, die kostbaren Gefilde deines Lebens zu erreichen.
Wenn du darüber nachdenkst, was du in deinem Leben haben möchtest, so wirst du dir selbst drei Antworten geben.
Zuallererst wirst du Glück erwähnen.
Warum möchtest du arbeiten? Warum willst du Geld verdienen? Damit du dich wohl fühlen, damit du glücklich sein kannst.
An zweiter Stelle wirst du von Liebe sprechen. Würdest du gerne auf diesem Planeten leben, wenn keine Liebe vorhanden wäre? Kaum. Wenn niemand auf diesem Planeten dich lieben würde, und auch du niemanden lieben würdest, warum solltest du dann überhaupt hier sein?
Glück und Liebe kommen also an erster Stelle, und an dritter Stelle folgt das Wissen.
Das sind die drei Dinge, wofür jeder Mensch lebt, und sie haben hohe Priorität: Liebe, Glück und Wissen.
Liebe ist etwas, was du nicht verstecken kannst. Wenn es Liebe in deinem Herzen gibt, kann man das an deinen Handlungen erkennen. Es ist an deinem Ausdruck, in deinem Gesicht und in deinen Augen zu sehen.
Du musst nur in die Augen einer Person schauen, und du kannst erkennen, ob sie sich Sorgen macht, ob sie angespannt, ärgerlich oder verliebt ist. Schau in die Augen eines kleinen Babys oder auch eines jungen Hundes: Auch sie drücken Liebe aus.
Es gibt eine bindende Kraft im ganzen Universum, in die alle Atome eingebunden sind, unter der Bäume wachsen, Tiere existieren, der Wind bläst und die Erde sich dreht: Diese Kraft ist die Liebe.
Liebe kann nicht versteckt werden, gleichzeitig lässt sie sich jedoch auch nicht vollkommen ausdrücken. Je mehr du es tust, desto mehr empfindest du, dass etwas fehlt. Es ist nicht möglich, sie hundertprozentig auszudrücken.
Nun kommen wir zur Wahrheit: Du kannst die Wahrheit nicht vermeiden, eines Tages musst du dich ihr stellen. Der Tag wird nicht zur Nacht, und die Nacht wird nicht zum Tag, nur weil du deine Augen schließt. Die Wahrheit ist da, und du kannst ihr nicht ausweichen. Sie lässt sich auch nicht definieren. Sie ist so bedeutend, dass du sie nicht eingrenzen kannst.
Beim Tod ist es ähnlich. Wir alle werden eines Tages sterben. Wir werden alle alt werden und können es nicht vermeiden.
Und dann ist da noch die Schönheit. Auf Schönheit kann nicht verzichtet, und sie kann auch nicht in Besitz genommen werden.
Alle Probleme auf dieser Welt lassen sich auf diese Dinge zurückführen.
Wir versuchen, die Wahrheit zu vermeiden und bekommen dadurch Probleme.
Wir versuchen, die Liebe vollkommen auszudrücken, und bekommen dadurch Probleme.
Wir versuchen, die Schönheit zu besitzen, und bekommen dadurch Probleme.
Kannst du auf Schönheit verzichten? Wenn du es kannst, ist es keine Schönheit.
Kannst du Schönheit besitzen? Du kannst sie nicht besitzen.
Das ist die Essenz der heutigen Weisheit. Wenn du sie im Geist behältst, wird sie dir im täglichen Leben von großem Nutzen sein.
Wahrheit kann weder vermieden noch definiert werden.
Schönheit kann weder abgelehnt noch in Besitz genommen werden.
Liebe kann weder versteckt noch völlig ausgedrückt werden.
Beschäftige dich tiefer mit diesen Punkten, und noch mehr Weisheit wird in dir erblühen.

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Es ist nicht notwendig, zu sprechen…

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Tokio, 23. April 2013

Wir sind eine globale Familie. Ich würde gerne Wellen der Freude in Japan bewirken. Ihr solltet alle zusammenkommen, um der Jugend dieses Landes Ruhm zu bringen.
Überall, wo ich hingehe, sage ich, wir sollten von den Japanern Teamarbeit lernen. Japan ist – was die Fläche betrifft – ein kleines Land, aber es nimmt in der Welt eine bedeutende Rolle ein. Das hat mit der Qualität der Arbeit und mit dem Engagement der Menschen und der Kultur zu tun.
Die Kultur dieses Landes hat Japan zum leuchtenden Stern unter den verschiedenen Nationen werden lassen.
In einer globalisierten Welt besteht die Gefahr, dass die Jugend ihre Kultur verliert, weil sie die Tendenz hat, sich an die westliche Kultur anzupassen. Ich bin der Meinung, wir sollten unsere ursprüngliche Kultur erhalten und gleichzeitig eine weite Perspektive haben.
Heute Morgen habe ich den Shinto Schrein besucht. Es war wunderbar, die Tradition und die Zeremonien zu erleben. Ich war äußerst beeindruckt. Das alles hat mich an die alte vedische Tradition erinnert, die sehr ähnlich ist. Wir müssen also unsere Wurzeln stärken und gleichzeitig das Gute von überall auf der Welt annehmen.
Japan hat das getan. Die Shinto Tradition wurde aufrechterhalten, während der aus Indien stammende Zen Buddhismus ebenfalls übernommen wurde.
Im Osten hat es niemals religiösen Fanatismus gegeben. Die Menschen sind offen und dennoch tief in der eigenen Kultur verwurzelt.
Ich denke, der Buddhismus kam im siebten Jahrhundert, also vor ungefähr 1300 Jahren, nach Japan. Meditation ist etwas, was alle Menschen auf der Welt gemeinsam haben.
Ich habe mich gefreut, etwas über die beiden Löwen im Shinto Schrein zu hören. Der eine sagt Aaa, und der andere sagt Mmmm, was dem Anfang und dem Ende entspricht.
So ist es auch beim Wort Om.
Om ist der älteste und ursprünglichste Laut und ist Teil aller östlichen Kulturen.
In leicht abgewandelter Form ist er auch in den westlichen Kulturen als Amen oder Aamin zu finden. Om ist also auch dort in irgendeiner Form vorhanden. Es ist ein universeller Klang.
Mein Traum ist es, die ganze Welt als eine Familie vereint und ein Lächeln auf jedem Gesicht zu sehen.
Es wurde mir erzählt, dass es viele Menschen gibt, die bei der Metro Station auf die Gleise springen. Es sind so viele, dass eine Barrikade errichtet werden musste, um die Menschen daran zu hindern, vor der Ankunft der Züge in die Nähe der Schienen zu gehen. Das ist zwar eine gute Idee, aber es ist nicht gut genug, da Menschen immer noch springen können, wenn sie das wollen.
Um Menschen daran zu hindern, sich umzubringen, reichen Barrikaden nicht aus. Wir müssen dafür sorgen, dass sie nach innen gehen und meditieren. Wir haben sehr einfache Meditationstechniken entwickelt, die den Menschen helfen können, ihr Lächeln wieder zu finden. Ich möchte ein Lächeln auf jedem Gesicht sehen!
Wollen wir uns also alle dazu verpflichten, Wellen der Freude zu schaffen?
(Das Publikum applaudiert und stimmt zu.)
Wenn wir gemeinsam alle daran arbeiten, können wir ein Lächeln in jedermanns Gesicht zaubern. Geld alleine kann das nicht bewirken. Wir müssen informell sein und uns miteinander verbinden. Das ist notwendig.
Ich wünsche mir, dass jedermann am Sonntag für eine Stunde seine Wohnung verlässt, mit anderen zusammensitzt, mit anderen spricht, singt und eine kleine Mahlzeit zum Frühstück mit anderen zusammen einnimmt. Das kann schon etwas verändern.
Singt gemeinsam ein paar Lieder, die euch gefallen. Setzt euch zusammen und meditiert für zehn bis fünfzehn Minuten, macht ein paar Yoga- oder andere Übungen zusammen und teilt eine Mahlzeit. All diese Dinge können in fünfundvierzig Minuten bis zu einer Stunde durchgeführt werden.
Wenn das in jedem Haus geschieht, wird es eine Welle der Freude bewirken. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wird sich entwickeln. Ihr könnt euch auch ein paar gute Witze erzählen! Was meint ihr dazu?
Wir alle haben einen immensen Raum in unserem Inneren. Intuition und Kreativität kommen aus diesem Raum.
Heute ist der Geburtstag eines großen Heiligen aus Indien, der Mahavir heißt. Er war ein Zeitgenosse Buddhas, dessen Geburtstag auch bald stattfinden wird.
Mahavir repräsentierte Gewaltlosigkeit. Er sprach auch von Anekantvada, was bedeutet, dass es unzählige Möglichkeiten gibt. Die Welt ist voller Möglichkeiten.
Solche Erkenntnisse sind heutzutage wirklich notwendig. Wenn die Menschen das verstehen, wird es keinen Terrorismus mehr auf der Welt geben. Es wird kein religiöser Fanatismus mehr existieren.
Ich glaube, Buddha und Mahavir stammten aus derselben Stadt. Sie wussten voneinander, trafen sich jedoch nie. Als sie gefragt wurden, warum das so sei, meinten sie, sie seien bereits verbunden, und deshalb bestehe keine Notwendigkeit, sich zu treffen.
Im Zustand der Erleuchtung ist die Seele dieselbe, auch wenn die Wege verschieden sind. Es ist keine Distanz vorhanden.
Es gibt auch noch eine andere Version der Geschichte, wonach sie sich zwar getroffen, aber nicht miteinander gesprochen hätten. Sie trafen sich einfach und gingen dann ihren Weg weiter.
Auch hier wird uns vermittelt, dass keine Notwendigkeit für verbale Kommunikation besteht. Wenn das Herz ein anderes Herz trifft oder eine Seele eine andere Seele, ist es nicht notwendig, weiterzusprechen.
Wenn Herzen sich treffen, bestehen keine Barrieren. Weder Sprachbarrieren noch Worte noch sonst irgendwelche Dinge können dazwischenkommen. Wenn zwei Menschen jedoch im Kopf sind, kann es sein, dass sie über dasselbe sprechen, es aber dennoch wie ein Kampf erscheint.
Ich wünsche den hier anwesenden Studenten eine glänzende Karriere und eine glänzende Zukunft. Ihr solltet alle gute Politiker, gute Geschäftsleute, gute Berufsleute, gute Ärzte und gute Ingenieure werden.
Die Basis dafür besteht darin, die eigene Sichtweise zu erweitern und den Zufriedenheitsfaktor im eigenen Inneren aufrechtzuerhalten. Ich möchte, dass euer Lächeln so strahlend ist und ihr so viel Selbstvertrauen ausstrahlt, dass euch das niemand mehr nehmen kann.
Es sind viele angesehene Menschen hier, die euch anleiten können.
Ich möchte euch noch etwas sagen, dass ihr euch zu Herzen nehmen sollt. Lasst eure Persönlichkeit so werden, dass nichts – was auch immer es sei – sie aus dem Gleichgewicht bringen kann, dass nichts sie stören kann und dass nichts dein Lächeln wegnehmen kann. Mit einer solchen Persönlichkeit wirst du überall auf der Welt willkommen sein. Und das ist ein Zeichen des Erfolgs.
Art of Living ist dafür da, dich zu unterstützen und dich dabei anzuleiten, eine solche Persönlichkeit aufzubauen. Wir bieten eine ganze Anzahl an guten Workshops an – für die Jugend und auch für ältere Menschen.

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Führungseigenschaften – Sind sie in dir vorhanden?

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Die Kontrolle loszulassen ist der erste Aspekt eines guten Führungsstils. Hast du die Kontrolle, wenn du schläfst oder träumst? Nein! Hast du die Kontrolle über irgendeine andere Funktion in deinem Körper? Das Herz schlägt von alleine. Die Leber funktioniert von alleine. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, wird von alleine verdaut. Hast du die Kontrolle über diese Vorgänge? Hast du die Kontrolle darüber, dass die Erde sich um ihre Achse dreht? Hast du die Kontrolle darüber, dass der Mond um die Erde kreist oder die Erde um die Sonne? Hast du die Kontrolle über die Gedanken, die durch deinen Kopf gehen? Wenn du realisierst, dass du tatsächlich keinerlei Kontrolle über die wichtigen Dinge hast, die sich in deinem Leben ereignen, dann wirst du lachen und dich fragen, ob du überhaupt irgendetwas kontrollieren kannst. Und genau in diesem Moment entspannst du dich. In diesem entspannten Zustand fühlst du dich zuhause, angstfrei, sorgenfrei, frei von Belastungen oder Problemen.
Wie kann man eine dynamische, selbstbewusste und enthusiastische Führungspersönlichkeit werden?
Folgende Führungsqualitäten zeichnen eine gute Führungspersönlichkeit aus:

1. Sie erteilt nicht einfach Befehle, sondern geht mit gutem Beispiel voran.
2. Sie kümmert sich gut um die ihr unterstellten Mitarbeiter.
3. Sie kreiert keine Mitläufer, sondern Führungspersönlichkeiten.
4. Sie ist nicht auf Autorität angewiesen.
5. Sie macht sich keine Sorgen um ihre Position. Der Respekt, den man durch die eigene Position erlangt, ist kurzlebig und vergänglich. Seist du nun ein Vorsitzender, ein Präsident oder ein Staatsoberhaupt – all diese Positionen sind zeitlich begrenzt. Sie kommen und gehen. Der Respekt, den man dir aufgrund einer solchen Position entgegenbringt, ist nicht echt und nur kurzlebig. Der Respekt jedoch, den du wegen deines Lächelns, deiner Haltung und deiner Vorzüge erlangst, ist authentisch und bleibt dir immer erhalten.
6. Sie wird durch Herausforderungen nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie steht zu ihrer Verantwortung, auch dann, wenn Herausforderungen auftauchen.
7. Sie kümmert sich nicht um ihren eigenen Komfort, sondern erweitert ihre Komfortzone. Kreative, dynamische und große Dinge können nur so geschehen.
8. Sie vermischt Kopf und Herz nicht. Im Geschäft sollte man mit Engagement arbeiten und mit dem Kopf operieren. Im Leben und außerhalb des Unternehmens sollte man auf sein Herz hören.
9. Sie sollte multidimensional sein und die Fähigkeit besitzen, eine Situation aus der Sicht der anderen Person zu betrachten. Eine Führungspersönlichkeit sollte sich um eine direkte Kontaktaufnahme bemühen und sich nicht auf einseitige Informationen verlassen. Sie sollte keine Entscheidungen treffen oder Schlussfolgerungen ziehen, ohne sich beide Seiten angehört zu haben.
10. Sie sollte nicht über sich selbst urteilen. Wenn jemand über sich selbst urteilt, urteilt er auch über andere. Dann schwingt er hin und her wie ein Pendel. Wenn er sich selbst als gut betrachtet, sagt er gleichzeitig damit aus, dass andere nicht so gut seien. Betrachtet er die anderen als gut, so denkt er, er selbst sei nicht gut genug, und die Folge ist, dass er sich selbst beschuldigt. Wir müssen aus diesem Teufelskreis – uns selbst und andere zu beschuldigen – ausbrechen.

Eine gute Führungspersönlichkeit sollte gute Kommunikationskompetenzen besitzen, Verantwortung weitergeben, an sich selbst glauben, enthusiastisch, dynamisch und inspirierend sein. Es ist auch wichtig für sie, im gegenwärtigen Augenblick zu sein. Eine gute Führungspersönlichkeit ist in der Lage, auch im Chaos eine Lösung zu finden. Um das zu erreichen, ist es äußerst wichtig für sie, ruhig zu sein, eine weite Perspektive, Geduld und Enthusiasmus zu haben. Führungspersönlichkeiten müssen Entscheidungen oft unter Stress treffen. Jemandem, der frei von Stress ist, bleibt mehr Energie, um seinen Intellekt einzusetzen. Um das Stressniveau zu senken, kann entweder weniger gearbeitet oder das Energieniveau angehoben werden. Angemessenes Essen, Schlaf, Atemübungen und Meditation sind lebenswichtige Quellen von Energie, die oft vernachlässigt werden. Führungspersönlichkeiten in der Geschäftswelt tendieren dazu, nur bei Müdigkeit und Stress zu meditieren. Meditation sollte nicht nur im Sinne eines Stressmanagements betrieben werden, sondern mit dem Ziel einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und einer vollkommenen Unterstützung der Organisation. Vertrauen ist ein kritischer Faktor bei einem authentischen Führungsverhalten. Ohne ein solches Vertrauen sind weder Unternehmensmanager noch Organisationen funktionsfähig. Vertrauen kann durch die erwähnten Praktiken leicht erlangt werden.
Motivation ist ein Schlüsselbegriff in Organisationen, gefolgt von dem Anreiz, Resultate zu erzielen. Es muss ein Paradigmenwechsel im unternehmerischen Denken stattfinden: Von der Motivation – die kurzlebig ist – zur Inspiration – die uneigennützig und dauerhaft ist.
Eine gute Führungspersönlichkeit sollte gute Kommunikationskompetenzen besitzen, Verantwortung weitergeben, an sich selbst glauben, enthusiastisch, dynamisch und inspirierend sein.

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Die drei Tore zur Hölle

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Montreal, 12. April 2013

F.: Lieber Gurudev, wie kann ich Dankbarkeit einer Person, ihrer Hilfe und ihrer Fürsorge gegenüber zeigen? Wie kann ich ihr sagen, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte, ohne sie zu verletzen?
Sri Sri Ravi Shankar:
Tue es mit Geschicklichkeit. Frage mich nun aber nicht, woraus diese Geschicklichkeit besteht.
Erinnere dich an die folgenden, sehr nützlichen Worte: Es gibt drei Tore zur Hölle.
Diese drei Tore sind Lust, Gier und Ärger. Wenn Gier dich überwältigt, wird sie dich in die Hölle führen. Deshalb solltest du mit der Gier Schluss machen.
Dasselbe gilt für Ärger und Lust. Wenn du zu viel Lust empfindest, wirst du den Gefühlen anderer gegenüber so blind, dass du ihren Raum verletzt. Die Lust wird dich ebenfalls in die Hölle bringen.
Wenn du diese drei Dinge – Gier, Lust und Ärger – nicht unter Kontrolle hast, werden sie stattdessen dich kontrollieren, und du wirst in die Hölle gelangen. Kannst du sie jedoch unter Kontrolle halten, dann bist du auf der sicheren Seite.
Ist das klar?
Stelle fest, ob die drei erwähnten Dinge dich in deinem Leben übermannt haben. Ist das der Fall, dann hat es dich elend werden lassen.
Was ist die Bedeutung der Hölle? Hölle bedeutet Elend, sie macht dich völlig unglücklich. Wenn du über die Gier, den Ärger und die Lust jedoch das Sagen hast, wirst du stark sein, und das bringt dir mehr Zufriedenheit.

F.: Gurudev, du hast gesagt, dass man so wird, wie die Personen, die man hasst, wenn man zu viel über sie nachdenkt. Ich denke andauernd über Menschen nach, die ich nicht mag, und eigne mir dadurch ihre Eigenschaften an. Wie kann ich mich selbst davon abhalten?
Sri Sri Ravi Shankar:
Nun, ich kann dir sagen, dass es ohne Leidenschaftslosigkeit keinen Fortschritt im Leben geben kann. Wenn du im Leben Fortschritte machen willst, musst du Leidenschaftslosigkeit erlangen.
Leidenschaftslosigkeit bringt Freiheit in deinen Geist. Leidenschaftslosigkeit sorgt dafür, dass du im gegenwärtigen Augenblick bleibst.
Leidenschaftslosigkeit zaubert dieses Lächeln in dein Gesicht und lässt Energie und Enthusiasmus in dir aufkommen.
Woran hängst du fest? Du hasst jemanden? Wofür?
Es wird auf dieser Welt immer und zu allen Zeiten schwierige Menschen geben. Erzähle mir von irgendeiner Zeit auf diesem Planeten, in der es keine schlimmen Menschen gegeben hat, oder in der es niemanden gegeben hat, der anderen Kummer bereitet hat!
Menschen dieser Art haben immer existiert, und es wird sie weiterhin auf der Welt geben.
Nun, wenn du sie in deiner Welt behalten willst, dann kann man nichts tun. Du selbst lässt es zu, indem du sie in deinem Kopf behältst.
Etwas Bedauerliches ist geschehen. Es ist geschehen, und du solltest weitergehen. Du solltest nicht festsitzen und darauf herumkauen.
Leidenschaftslosigkeit bedeutet, die Vergangenheit loszulassen und zu wissen, dass alles eines Tages enden, und jedermann sterben wird. Die anderen werden sterben, und du selbst wirst auch sterben, also sorge wenigstens dafür, dass dein Geist frei bleibt. Sei dir bewusst, dass alles Rollen sind, die gespielt werden müssen. Manchmal fühlt es sich an wie in einem Horrorfilm, das ist einfach so. Das bedeutet nicht, dass du inaktiv bleiben sollst, wenn etwas Schreckliches geschieht. Wenn etwas Schlimmes in der Gesellschaft geschieht, wenn es Raubüberfälle oder Vergewaltigungen gibt, solltest du dich dafür einsetzen, dass diese Dinge ein Ende nehmen.
Und woher nimmst du die Kraft, um das zu vollbringen? Sie kommt, wenn Leidenschaftslosigkeit in deinem Geist herrscht. Dann kannst du dich erheben, während du andernfalls irgendetwas tun wirst, was dir selbst Leid bringt und dich selbst zum Schuldigen werden lässt.
Ein Schuldiger kann nicht durch einen weiteren Schuldigen eliminiert werden. Du versuchst, den Schuldigen zu beseitigen und wirst dadurch selbst zum Schuldigen.
Ein Opfer kann nicht durch ein weiteres Opfer geschützt werden. Wie willst du einem anderen Opfer helfen, wenn du selbst zum Opfer deiner eigenen Wut, deines eigenen Ärgers wirst?
Und wenn du dich dadurch schuldig machst, dass du einen Schuldigen entfernst, wirst du im Gefängnis landen.
So ist es vielen übermäßig selbstgerechten Menschen ergangen. Sie begründeten ihre Tat damit, die Person hätte ihnen irgendetwas angetan. Nein! Auge um Auge, Zahn um Zahn wird nichts besser machen. Es wird die ganze Welt blind werden lassen. Wir müssen aufwachen zur Leidenschaftslosigkeit und uns für eine bessere, gewaltfreie und spirituellere Gesellschaft einsetzen.
Genauso wie Menschen sich für eine gebildete Gesellschaft eingesetzt haben, in der jedermann lesen und schreiben kann. Jeder einzelne Mensch kann Hinweistafeln lesen, auch wenn er nicht unbedingt Wissenschaftler sein muss.
Und so soll es auch mit der Spiritualität werden.
Wir sollten uns richtig verhalten und freundlich zu den Menschen sein. Das ist die Richtung, in die wir uns bewegen sollten. Vielleicht gelingt es nicht zu hundert Prozent, weil nicht alle Menschen sich daran halten werden. Aber die große Mehrheit der Gesellschaft wird sich zum Guten verändern, und das ist schon sehr viel.
Ich wiederhole nochmals: Wir können von einer solchen Gesellschaft träumen, aber bis sich der Traum verwirklicht, wird es Zeit brauchen. Eine Gesellschaft ohne Verbrechen ist noch weit entfernt von der Realität.
Dennoch müssen wir uns in diese Richtung bewegen.

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Veränderung von Frequenzen

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Montreal, 11. April 2013

F.: Gurudev, wie kann ein spirituell orientierter Wissenschaftler in einem Wissenszweig überleben, bei dem das Ego so wichtig ist?
Sri Sri Ravi Shankar:
Glücklich! Wenn du ein Wissenschaftler bist, solltest du glücklich sein. Sage einfach: „Komm, es sind alles nur Wellenfunktionen!”
Wenn jemand sich ärgert, sage einfach: „Hey! Wellenfunktion! Die Frequenz hat sich verändert. Das ist alles!”
Wenn jemand glücklich ist, verändert sich die Frequenz wieder, und bei Eifersucht findet ein weiterer Wechsel der Frequenz statt. Ist jemand durcheinander oder depressiv, so ändert sich die Frequenz ebenfalls.
Es geht immer um Frequenzen, das ist alles.
Würde irgendjemand sich über die Tatsache aufregen, dass Frequenzen sich geändert haben? Nein.
Betrachte die Menschen also so, als seien sie nichts als eine Frequenz. Dann kann nichts mehr dich unangenehm berühren!
Genieße die Verschiedenheit, genieße die Vielfalt. Nichts dort draußen ist es wert, dass du dein Lächeln verlierst.
Was spielt es schon für eine Rolle, wenn jemand ein Ego hat? Er braucht Mitgefühl. Er ist unwissend.
Menschen, die in Unwissenheit leben, brauchen dein Mitgefühl, nicht wahr? Jemand, der sein Ego auslebt und glaubt, jemand zu sein, kann dir nur leidtun. Früher oder später wird er untergehen. Er ist sich dessen nicht bewusst. Er weiß nicht, dass er nichts anderes ist als der Hampelmann einer riesigen Energiewelle.
Du solltest egoistischen Menschen gegenüber also Mitgefühl empfinden.
Schau, wenn du Anerkennung von den Menschen erwartest, dann wirst du mit ihrem Ego konfrontiert, und das ist das Problem.
Was kann es dir anhaben, wenn jemand ein Ego hat? Du solltest einfach fröhlich weitergehen. Die Person sollte sich schämen, wenn sie dich betrachtet. Sie sollte denken: „Sieh dir diese Person an, sie ist so glücklich!” Egoistische Menschen sollten neidisch werden, wenn sie dich glücklich sehen. Es hängt von dir ab.
Wenn du das Ego von anderen anerkennst, wirst du dich damit verstricken und dich wie eine Maus bewegen. Bewege dich wie ein Löwe und sei glücklich. Du musst nicht finster dreinblicken oder brüllen wie ein Löwe, es reicht, wenn du lächelst und dich innerlich wie ein Löwe fühlst.

F.: Lieber Gurudev, diese Welt ist so eigennützig. Die Menschen schätzen nur das Geld. Wie kann man wahre Liebe finden?
Sri Sri Ravi Shankar:
Nun komm, du solltest das nicht sagen. Es gibt verschiedene Arten von Menschen auf der Welt. Bezeichne nicht die ganze Welt als eigennützig. Das ist nicht fair.
Weißt du, es gibt auf dem Planeten auch gute Menschen. Tatsächlich gibt es eine große Anzahl davon. Betrüger gibt es nur wenige.
Würdest du es mögen, die Etikette einer lieblosen, rücksichtslosen und eigennützigen Person für dich selbst akzeptieren zu müssen?
Frage dich selbst, frage dein Herz, frage deinen Geist. Empfindest du dich selbst als sehr gut und sehr freundlich, während alle anderen Menschen schlecht sind? Das ist nicht in Ordnung. Verstehst du?
Auf dieser Welt gibt es gute Menschen und Menschen, die Gutes nicht zum Ausdruck bringen. Das ist alles. Aber auch sie sind gut. Es gibt keine schlechte Kreatur auf diesem Planeten. Jedermann ist an sich gut.
Wenn du die mit den schlimmsten Kriminellen im Gefängnis sprichst, wirst du in ihren Augen erkennen, dass auch sie gute Menschen sind. Irgendwie sind sie auf Abwege geraten, haben einen Fehler begangen. Wenn du hingehst und ihn triffst, wirst du sehen, dass sich auch im Inneren des ärgsten Terroristen ein gutes menschliches Wesen verbirgt.
Wenn du es durch meine Augen betrachtest, wirst du keine schlechten Menschen auf dem Planeten sehen. Es gibt Menschen, die Güte ausdrücken, und es gibt Menschen, deren Güte verdeckt ist und nicht zum Ausdruck kommt. Das ist alles. Du kannst ihnen helfen, ihre Güte an die Oberfläche zu bringen. Du kannst ihnen helfen, ihre Güte auszudrücken.
Das ist die Art und Weise, wie du die Welt betrachten solltest.
Etikettiere die Menschen auf dieser Welt niemals als schlechte Menschen. Denn sonst wird deine Haltung der Welt gegenüber ebenfalls sehr schlecht sein.

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Gewinne jeden Tag einen neuen Freund

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San Diego, Kalifornien, 25. März 2013

(Sri Sri Ravi Shankar anlässlich der Lancierung einer Initiative für Gewaltlosigkeit: Nonviolence: No Higher Calling)

Wir müssen in einer Atmosphäre der Freundlichkeit leben.
Wir sollten ein Klassenzimmer besuchen und die Kinder fragen: „Wie viele Freunde habt ihr?”
Unsere Kinder müssen dazu erzogen werden, freundlich zu sein. Das ist der Weg, um Aggression zu beenden. Die Kinder sollen die Verpflichtung eingehen, jeden Tag einen neuen Freund zu gewinnen. Ihre ganze Haltung wird sich dadurch verändern.

Gewaltlosigkeit muss nicht kultiviert werden. Sie ist natürlich. Heutzutage müssen wir sie jedoch vermehrt pflegen, weil wir uns weit von den natürlichen Lebenstendenzen entfernt haben. Kinder glauben, aggressiv sein zu müssen, um als Held zu gelten. Diese Vorstellung muss verändert werden.
Wir müssen dafür sorgen, dass Würde und Stolz in Verbindung mit Gewaltlosigkeit gebracht werden.
Wenn wir uns mit verschiedenen Gemeinschaften verbinden – so meine ich – , wird dadurch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit geschaffen.
Angst, Sorgen und Unsicherheit werden von der Gesellschaft abfallen.
Liebe und Mitgefühl werden in den Vordergrund rücken.
Und die Zeit ist reif, diese Liebe und dieses Mitgefühl, die der wirklichen Natur aller menschlichen Wesen entsprechen, durchscheinen zu lassen.
Wir müssen uns von der rohen Natur distanzieren, die unsere Gesellschaft übernommen hat.

Es gibt kein einziges menschliches Wesen, das frei von Mitgefühl ist. Dieses Mitgefühl ist lediglich verborgen. Es muss an die Oberfläche gebracht werden.

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