Vergib und sei glücklich!

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Boone, 27. Juli 2013

Gurudev, jemand, den ich liebe, hat mich verletzt. Ich habe Schwierigkeiten damit, der Person zu vergeben. Was soll ich tun?
Sri Sri:
Was hast du für Möglichkeiten?
Eine Option ist, ihr nicht zu vergeben. Wenn es so schwierig ist, zu vergeben, dann vergib nicht. Ich frage mich nur, ob du dabei glücklich und zufrieden sein kannst. Kannst du glücklich und zufrieden sein, ohne zu vergeben? Nein! Dann lass es einfach los!
Es gibt viele solche Menschen. Es gibt viele Stacheln. Die Natur der Stacheln ist es, dich in die Füße zu stechen. Nun, entferne den Stachel, wirf ihn weg und geh weiter. Du kannst den Stachel nicht behalten, ihn fragen, warum er dich gestochen habe, ihm sagen, es sei hässlich von ihm gewesen, dich zu stechen, und du könnest ihm nicht vergeben.
Der Stachel wird dir antworten: „Komm, das ist meine Natur. Ich kann nichts anderes tun. Und du fragst mich, warum ich dich gestochen habe? Warum ich dir eine Grube gegraben habe? Es liegt in meiner Natur, Menschen eine Grube zu graben. Du bist auf meinen Weg gekommen, und so haben sich unsere Wege gekreuzt.“
Nun, es ist besser, weiterzugehen, als dauernd jemandem hinterherzurennen, der dir eine Grube gegraben hat.
Warum rennst du jemandem hinterher, der dir eine Grube gegraben hat? Warum denkst du über solche Menschen nach? Wirf sie einfach hinaus! Entferne sie aus deinem Leben!
Wenn du nicht vergeben kannst, so musst du sie erledigen. Wenn du wirklich ein Gewehr zur Hand nimmst, wirst du selbst erledigt sein. Du wirst im Gefängnis enden. Das ist es, was die meisten Menschen tun.
Die Intelligenten hören einfach auf, über solche Menschen nachzudenken. Oder aber sie entwickeln Mitgefühl für sie wegen ihrer Unwissenheit, weil sie in ihrem Leben niemals in den Genuss von Weisheit gekommen sind und nicht wissen, dass ein Vielfaches auf sie zurückkommen wird, wenn sie andere verletzen. Sie werden mehr leiden.
Denke, dass es in ihrer Natur liegt, dass sie dumm sind, dass du nichts mit ihnen zu tun haben willst und auch keine Zeit hast, über sie nachzudenken. Sorge stattdessen dafür, dass du beschäftigt bist.
Wenn du großherzig bist, wirst du erkennen, dass sie unwissend sind und nicht gewusst haben, was sie getan haben. Sie haben aus Gier oder Eifersucht gehandelt, und du wirst Mitgefühl mit ihnen entwickeln.
Macht das Sinn?

Gurudev, ich bin sehr traurig. Einmal mehr werde ich auf der physischen Ebene von dir weggehen müssen. Wie kann ich dieses Gefühl des Getrenntseins überwinden?
Sri Sri:
Nein, nein, nein. Ich bin wie der Wind, die Sonne und der Mond. Du bist ein Teil von mir. Sei einfach glücklich und tue etwas Gutes für die Gesellschaft. Gib das, was du besitzt, allen Menschen um dich herum. Es gibt so viele Tränen, die getrocknet werden müssen. Sitz nicht da und mach dir Sorgen um dich selbst. Es gibt so viele Menschen, die sich elend fühlen, und wir können etwas dazu beitragen, um ihr Elend zu lindern, nicht wahr?
Wir sollten Wellen des Glücks erschaffen. Wo auch immer du bist – rufe all deine Freunde und deine Familie zu dir, suche einen Ort, wo Platz ist, mache Atemübungen und ein paar Dehnungsübungen mit ihnen, tanzt, singt und meditiert für zehn bis fünfzehn Minuten. Es gibt eine ganze Anzahl Meditations CDs. Jeder von euch darf diese CDs benutzen und bei sich zu Hause geführte Meditationen durchführen. Du kannst auch einen Kursleiter bitten, einen Einführungsvortrag zu halten. Du kannst eine Welle der Feier oder des Glücks bewirken.

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Immer rein sein…

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Boone, 27. Juli 2013

Das Leben ist eine Feier. Wir müssen jede Gelegenheit – täglich – ergreifen, zu feiern und dankbar zu sein.
Wie kann Feier geschehen? Es geht nicht darum, einfach Blumen aufzustellen oder Ballone aufzuhängen.
Welches sind die Voraussetzungen, um Feier zu ermöglichen? Hast du schon einmal darüber nachgedacht?

Es ist ein Teufelskreis: Wenn du feierst, bist du glücklich, und wenn du glücklich bist, feierst du.
Wenn du Angst hast, kannst du nicht feiern. Wenn du liebst und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit erlebst, kannst du feiern!
Natürlich spielt auch das Essen eine Rolle. Du kannst nicht feiern, wenn du hungrig bist.

Wir brauchen auch einen Sinn für Reinheit.
Wenn du dich rein fühlst, kannst du feiern, nicht aber, wenn du dich schmutzig fühlst. Du möchtest zuerst duschen. Feier geschieht, wenn du dich innerlich und äußerlich sauber fühlst. Menschen, die sich als schlimme Sünder betrachten, können nicht feiern, weil Schuldgefühle und Sünden sie auffressen.

Während dieser Guru Poornima Feier möchte ich, dass du dich daran erinnerst, ein Diamant zu sein, möglicherweise einer, der sich in einem Abfalleimer befindet.
Wenn du das Gefühl hast, unrein zu sein, sei dir bewusst, dass du ein Diamant bist. Ein Diamant kann niemals unrein werden, er kann sich höchstens in einem Abfalleimer befinden.
Würdest du einen Diamanten wegwerfen, der sich in einem Abfalleimer befindet? Nein, du würdest ihn herausholen und waschen. All die Übungen, die du praktizierst, sollen einfach nur den Diamanten reinigen, das ist alles!
Wie lange brauchst du, um den Diamanten zu reinigen? Musst du ihn heftig scheuern? Nein, ein wenig Wasser und Seife genügen.
So Hum (Atemübung) reicht aus, um den Diamanten wieder rein werden zu lassen.

Wenn du weißt, dass du immer rein bist, wird das Feiern in deinem Leben nie aufhören.
Wir sind ohnehin alle von Natur aus rein. Aber in dem Augenblick, da du es fühlst, dass du rein bist, dass dein Herz rein ist, wo du niemandem auf diesem oder einem anderen Planeten etwas Böses wünschst, bist du Liebe.
Wenn du dich als rein empfindest, bist du Liebe und erblühst. Dann sind Wachsamkeit und Wachheit in deinem Inneren vorhanden.

Du bist rein, und Stille ist der Duft der Reinheit. Stille und das Bewusstsein, rein zu sein, lassen das Leben zu einer Feier werden. Eine Feier, die aus der Stille entsteht, ist sehr authentisch, weil sie aus der Tiefe kommt.
Da du Wasser und Seife und alles andere benutzt hast, um den Diamanten zu reinigen, leuchtet er nun, und das bedeutet Feier. Alles an dir ist echt, dein Lächeln ist echt.
Hast du schon einmal das Lächeln mancher Menschen beobachtet? Es kommt nicht aus dem Inneren. Es ist ein kosmetisches Lächeln.
Es ist nur äußerlich, weil es innen keine Stille gibt, sondern nur Unruhe, ein Gefühl der Unreinheit, ein Gefühl von Sünde. All diese Dinge brodeln im Inneren.

Das menschliche Leben ist eine Feier wert. Es ist es wert, sich von all diesen Dingen, die wir uns auferlegt haben, zu befreien.
Wir legen Abfall in das Schmuckkästchen. Dort gehört er nicht hin. Wir müssen ihn einfach wieder entfernen.
Erkenne, dass du reine Liebe bist. Wir wurden dazu konditioniert, zu glauben, wir hätten gesündigt und seien Sünder. Deshalb gehen wir so hart mit uns selbst um. Das bewirkt, dass wir die wunderbaren Eigenschaften und Begabungen, die wir schon besitzen, nicht erkennen können.
Jeder Einzelne von uns ist mit einer Fülle an wunderbaren Eigenschaften auf diesen wunderbaren Planeten gekommen. Irgendwie können wir das aber nicht erkennen.

Guru Poornima ist die Feier, bei der du die Schönheit erkennst, die du bist. Nur wenn du diese Schönheit und all die Gaben, die du erhalten hast, anerkennst, wirst du Dankbarkeit empfinden können. Guru Poornima bedeutet, der Tradition der Meister gegenüber deine Dankbarkeit auszudrücken.
Das ist wahre Feier.

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Die fünf Geheimnisse des Erfolgs

Jedermann möchte im Leben erfolgreich sein, aber nicht viele Menschen sind sich bewusst, was Erfolg wirklich ausmacht.
Erfolg ist eine Haltung, nicht einfach ein Phänomen.
Schwierige Situationen tauchen in jedem Unternehmen, in jeder Organisation auf, und es erfordert bestimmte Fähigkeiten, um mit ihnen umgehen zu können. Diese Fähigkeiten kommen aus unserem inneren Raum, den ich als spirituellen Raum bezeichne.

Fünf Voraussetzungen sind für den Erfolg notwendig:

1. Eine angenehme Atmosphäre schaffen: Frieden und Erfolg hängen zusammen. Erfolg kann nicht in einer gestörten Atmosphäre entstehen. In der Zusammenarbeit mit anderen ist Teamfähigkeit gefragt, Respekt den Teammitgliedern gegenüber und der Verzicht auf Schuldzuweisungen. Der Teamleiter muss für eine Atmosphäre des Vertrauens, der Kooperation, der Zusammengehörigkeit und des Feierns sorgen. Nichts hat Bestand, wenn der Fokus lediglich auf die Leistung und auf das Ergebnis gerichtet wird.

2. Kompetenz in Aktion: Die Essenz der Bhagavad Gita ist, zu handeln, aber nicht vom Ergebnis der Handlung abhängig zu sein. Wenn du mit deinem Geist in einem kriegsähnlichen Szenario klarkommst, dann kannst du jede Situation bewältigen. Diese Kompetenz in Aktion wird Yoga genannt. Es ist dieses Wissen des Yoga, das die eigene Haltung der Arroganz zu einer Haltung des Selbstbewusstseins, Unbescheidenheit zu Demut, die Last der Abhängigkeit zur Erkenntnis der Interdependenz, limitiertes Eigentum zur Einheit mit dem Ganzen transformiert. Wenn deine Handlungen sich nur am Endergebnis orientieren, dann kannst du nichts vollbringen. Gib dich einfach mit hundertprozentiger Aufrichtigkeit und hundertprozentigem Engagement der Aufgabe hin.

3. Mutig wie ein Löwe sein: Im Sanskrit gibt es ein Sprichwort, das besagt: Großer Wohlstand kommt zu demjenigen, der den Mut eines Löwen besitzt und sich mit all seinen Bemühungen einsetzt. Du atmest ein und kannst den Atem nicht allzu lange halten. Du musst ausatmen. Und so brauchst du Leidenschaft, um die Dinge in Bewegung zu setzen, aber auch Leidenschaftslosigkeit, um loszulassen. Wenn du nicht nach der Fülle trachtest, kommt sie zu dir.

4. Das nötige Quäntchen Glück: Wenn es so wäre, dass Wohlstand durch eigene Bemühungen erreicht werden könnte, warum gibt es dann so viele Menschen, die allen Bemühungen zum Trotz keinen Erfolg haben? Dieser unbekannte Faktor oder dieses Glück wird durch die Spiritualität gefördert. Die ganze materielle Welt wird durch eine Welt von Schwingungen geführt, die subtiler sind, als alles, was wir sehen. Spiritualität verstärkt Intelligenz und Intuition. Intuition taucht auf, wenn deine Leidenschaft durch Leidenschaftslosigkeit, Profit durch Dienst am Nächsten, Aggressivität, Dinge zu erlangen, durch Mitgefühl, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen, ausgeglichen werden. Intuition ist der richtige Gedanke zur richtigen Zeit und eine wichtige Komponente für Erfolg im Unternehmen.

5. Meditation: Je mehr Verantwortung du trägst und je mehr Ehrgeiz du besitzt, desto mehr besteht die Notwendigkeit für dich, zu meditieren. In früheren Zeiten war Meditation ein Weg zum Selbst und zur Erleuchtung, um Elend und Probleme zu überwinden. In der heutigen hektischen Lebensform voller Spannung und Stress ist sie umso wichtiger. Stress bedeutet, zu viel zu tun, zu wenig Zeit und keine Energie zu haben. Es mag schwierig sein, die Arbeit zu reduzieren oder für mehr Zeit zu sorgen, aber es ist möglich, deinen Energielevel zu erhöhen.
Meditation befreit dich nicht nur von Stress und Belastungen, sondern verbessert auch deine Fähigkeiten, stärkt dein Nervensystem und deinen Geist und entfernt Giftstoffe aus deinem Körper. Wir bestehen aus Materie und aus Geist. Der Körper hat gewisse materielle Bedürfnisse, und unser Geist wird durch die Spiritualität genährt. Meditation hilft uns auch, in Kontakt mit unserem inneren Raum zu kommen, der Quelle von Freude, Frieden und Liebe.
Zeichen für Erfolg sind überschäumende Freude, Vertrauen, Mitgefühl, Großzügigkeit und ein Lächeln, das uns niemand entreißen kann. Wenn du dir diese Dinge erhalten kannst, was auch immer in deinem Leben geschieht, dann hast du den Erfolg wirklich gefunden.

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Die sieben Energiezentren

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Boone, 26. Juli 2013

Gurudev, handelt es sich bei der sexuellen und der meditativen Energie um dieselbe Energie?
Sri Sri:
Ja, es gibt im Körper nur eine Energie, die sich auf verschiedene Art und in verschiedenen Chakren als sexuelle Energie, Liebesenergie, intellektuelle Energie, Wachsamkeit, Gewahrsein oder Ärger manifestiert.
Du hast sicherlich schon von den sieben Energiezentren (Chakren) gehört. Eine einzige Energie manifestiert sich in ihnen auf vielfältige Weise.
Im ersten Chakra (Muladhara) – an der Basis der Wirbelsäule – manifestiert sich die Energie entweder als Enthusiasmus oder als Trägheit.
Wenn dieselbe Lebensenergie das zweite Chakra (Swadhisthana) erreicht, manifestiert sie sich als sexuelle oder als schöpferische Energie.
Dieselbe Energie bewegt sich weiter zum dritten Chakra (Manipura) – in der Nabelregion – und manifestiert sich auf vier verschiedene Arten, die alle mit unseren Emotionen zusammenhängen: Gier, Eifersucht, Großzügigkeit und Freude. Genau deshalb werden diese vier Emotionen alle durch den Bauch dargestellt.
Eifersucht ist eine Emotion, die man im Bereich des Magens wahrnimmt. Großzügigkeit wird durch einen großen Bauch dargestellt, wie zum Beispiel beim Nikolaus. Auch Freude zeigt sich an einem großen Bauch, wie zum Beispiel bei Ganesha oder beim lachenden Buddha.
Nun erreicht die Energie das vierte Chakra (Anahata), das Herzzentrum, wo sich die Energie in Form von drei verschiedenen Emotionen manifestiert: Liebe, Hass und Angst.
Im fünften Chakra (Vishuddha) – in der Halsregion – manifestiert sich die Energie entweder als Kummer oder als Dankbarkeit. Wenn du Kummer hast, würgt es dich im Hals, wenn du Dankbarkeit empfindest, geschieht das ebenfalls.
Die Energie steigt jetzt zum sechsten Chakra (Ajna) – in der Mitte der Augenbrauen – auf, wo sie sich als Ärger oder Wachsmkeit ausdrückt. Ärger, Wachsamkeit, Wissen und Weisheit hängen mit dem Zentrum des dritten Auges zusammen.
Im siebten Zentrum (Sahasrara) – über dem Kopf – manifestiert sich die Energie als reine Glückseligkeit. Deshalb geht der Geist bei jeder heiligen Erfahrung – wenn du totale Glückseligkeit empfindest – sofort zum Zentrum, das sich über dem Kopf befindet. Etwas schnellt zum Kopf empor, und du bist selig.
Die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen der Energie sind also für alle Emotionen im Leben verantwortlich.

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Wach einfach auf!

smile

Montreal, 21. Juli 2013

Gurudev, du hast uns in diesem Leben gefunden. Da du diesen Planeten aber so selten besuchst – zumindest denke ich das – , frage ich mich, was mit uns allen in den vielen anderen Leben geschieht, bis wir uns wieder treffen. Kann es sein, dass wir in gewisser Weise zurückfallen? Wachsen wir weiterhin im Wissen?
Sri Sri Ravi Shankar:
Es gibt keine Rückschritte!
Genau das feiern wir an Guru Poornima. Wir schauen zurück und stellen fest, wie sehr wir gewachsen sind, und dass wir nicht völlig zurückfallen können.
Wenn du zehn Schritte nach vorne gemacht hast, mag es so aussehen, als hättest du wieder acht Schritte zurück gemacht. Auf keinen Fall bist du jedoch die ganzen zehn Schritte zurückgefallen! Außerdem handelt es sich vielleicht nur um drei bis vier oder vier bis fünf Schritte, die dir wie acht Schritte erscheinen. Mach dir keine Gedanken darüber! Ich mache mir nichts draus, also musst du es auch nicht tun!
Für etwas sollten wir uns entscheiden: Was auch immer geschehen mag, ich möchte meine Freude nicht verlieren! Lass mich glücklich sein!
Die Dinge werden sich mit Sicherheit nicht deshalb ändern, weil du unglücklich darüber bist. Verliere deine Zufriedenheit nicht wegen Dingen, die nicht so gelaufen sind, wie du es wolltest.
Es genügt, wenn du dich daran erinnerst.
Kennst du die Bedeutung von Saddhana (Praktiken)? Saddhana bedeutet, das Gefühl zu haben, dem Göttlichen, dem universellen Bewusstsein nahe zu sein, und eine Verbindung mit dem großen Geist zu haben. Diese Verbindung genügt. Wenn du dich daran erinnerst, wirst du in deinen Praktiken erfolgreich sein. Weiter musst du nichts tun.
Ich will damit nicht sagen, dass du deine Meditation aufgeben solltest. Verstehe mich nicht falsch! Auf der spirituellen Ebene reicht es jedoch aus, wenn du fühlen kannst, dass du von deiner Seite aus mit dem großen Geist, der Göttlichkeit, dem Meister und deinem Selbst verbunden bist, und dass alles Eins ist.
Mit manchen Dingen ist der Geist einverstanden, mit anderen nicht.
Manchmal empfindet dein Intellekt, dass er recht hat. Auf der limitierten Handlungsebene ist immer die eine Handlung besser als eine andere. Manchmal erscheint es nur so, manchmal ist es tatsächlich so. Jede Handlung hat ihre Schwachstellen und Unzulänglichkeiten, und jede Handlung hat auch ihren Nutzen. Es gibt keine einzige Handlung, die perfekt sein könnte. Es mag so aussehen, aber es besteht ein großer Unterschied zwischen dem, was ist und dem, was es zu sein scheint.
Ich weiß, dass es einfacher gesagt als getan ist, sich die Zufriedenheit zu erhalten!
Ich weiß es sogar sehr gut. Dennoch kann ich der Versuchung nicht widerstehen, dir nahezulegen, wenigstens deine Zufriedenheit zu bewahren!
Du magst deine Beziehung verloren haben. Verliere dennoch nicht dein Lächeln!
Gut, du hast eine Beziehung verloren. Mach dir nichts draus! Es gibt dort draußen sieben Milliarden Menschen! Jemand anderes wird kommen und dich finden. Wenn du dir dein Lächeln erhältst, wird jemand anderes in dein Leben kommen. Wer will sich schon mit einer depressiven Person anfreunden? Wenn du depressiv bist oder so wirkst, wirst du keinen anderen Partner finden. Niemand wird dich ansehen oder von einer Person angezogen sein, die ein langes Gesicht macht.
Wenn du nach einem Partner Ausschau hältst, sind Enthusiasmus und ein Lächeln genau das, was du brauchst.
Du magst keinen Job haben. Auch das ist in Ordnung.
Würdest du jemandem einen Job geben wollen, der ein langes Gesicht zieht und depressiv aussieht? Komm, das Leben geht weiter. Du wirst nicht verhungern und sterben. Alles wird zu dir kommen. Du bist mit dem großen Geist verbunden. Du bist auf dem spirituellen Pfad.
Ich werde weitergehen, was auch immer geschehen mag! Ich werde einen Job finden! Er wird mir in den Schoß fallen! Ich werde aber trotzdem weiter danach suchen!

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Für andere nützlich sein…

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Montreal, 15. Juli 2013

Lieber Gurudev, was macht die Leute dynamisch, wenn sie Seva machen, während sie es bei der Büroarbeit nicht sind?
Sri Sri:
Schau, wir müssen etwas tun und tun auch immer etwas. Normalerweise wollen wir etwas dafür bekommen. Wenn du nun etwas tust, ohne etwas dafür haben zu wollen, wenn du einfach nur nützlich im Leben sein möchtest, dann wird das Seva genannt.
Eine Handlung ist dann Seva, wenn du dafür keine Belohnung erwartest, wenn sie dir Freude bereitet, und wenn du einfach etwas tust, wovon andere profitieren können.
Eine Handlung, die dir selbst keine Vorteile bringt, die du einfach vollbringst, weil du anderen nützlich sein möchtest, ist Seva.

Was ist die Bedeutung von Siddhis (paranormalen Kräften)?
Sri Sri:
Nun, wenn das, was du möchtest, sich erfüllt, noch bevor der Wunsch auftaucht, dann wird das Siddhi genannt.
Wenn du zum Beispiel heiraten möchtest, aber bis du siebzig bist niemanden findest, bedeutet das, das keine Siddhis vorhanden sind. Wenn aber bereits zehn Menschen da sind, die dich um deine Hand bitten, noch bevor du dir überhaupt gewünscht hast, zu heiraten, bedeutet das, dass du über Siddhis verfügst.
Es gibt ein Sprichwort in Indien mit dem folgenden Inhalt: Als du Zähne hattest, hattest du keine Nüsse, und als du Nüsse hattest, hattest du keine Zähne mehr.
Du konntest also keine Nüsse bekommen, als deine Zähne noch intakt waren. Und als sie dir endlich zur Verfügung standen, gab es keine Zähne mehr. Das bedeutet mangelnde Siddhis. Du hast zwar bekommen, was du wolltest, aber es war zu spät.
Wenn du etwas möchtest, aber weniger bekommst, als du dir gewünscht hast, dann sind ebenfalls keine Siddhis vorhanden. Wenn du zum Beispiel nach Kalifornien reisen wolltest und anstatt der erforderlichen 1500 nur 1300 Dollar bekamst, dann bedeutet das mangelnde Siddhis.
Siddhis sind also dann vorhanden, wenn vorzeitig mehr vorhanden ist, als du brauchst. Die Dinge sollten einfach erscheinen. Wenn sie zu spät auftauchen, hat es keinen Sinn, und wenn es zu wenig ist, ebenfalls nicht. Wenn alles, was du brauchst, rechtzeitig erscheint, wird das Siddhi genannt.
Siddhis bestehen dann, wenn materielle Dinge vorzeitig auftauchen, und wenn mehr davon vorhanden ist, als es dem Bedürfnis entspricht.

Gurudev, einfach nur in deiner Gegenwart zu sein ist unglaublich. Wozu brauchen wir all diese Meditationspraktiken? Ist es notwendig, sie regelmäßig zu praktizieren?
Sri Sri:
Ja, damit du etwas zu tun hast, und damit ich etwas zu tun habe.
Es gibt vier Ebenen.
1. Sanidhya: Die Präsenz wahrnehmen.
2. Samipya: Sich dem Guru oder dem Göttlichen nahe fühlen. Das Gefühl der Nähe muss von deiner Seite aus kommen. Niemand kann bewirken, dass du dich nahe fühlst. Es muss von einem selbst kommen.
3. Sarupya: Eins mit der Form sein. Das bedeutet, dass zwischen dir und mir kein Unterschied besteht.
4. Sayujya: Sich einfach im Göttlichen auflösen.

Gurudev, wenn Art of Living mit Spiritualität und nicht mit Religion zu tun hat, warum singen wir dann so viele Bhajans über Krishna und hinduistische Götter?
Sri Sri:
Nun, singen ist ein Teil der Spiritualität. Diese alten Gesänge werden Mantren genannt und haben Schwingungen, die eine Auswirkung auf dich haben. Es ist einfach eine Lebensart. Mantren wie Om Namah Shivaya zu singen gehört zur Spiritualität.
Von deiner Geburt an werden – je nach Religion – Zeremonien wie Taufe, Hochzeit oder Begräbnis durchgeführt. Zur Spiritualität gehört jedoch alles, was das Leben anhebt. Obwohl Yoga und Meditation aus alten Traditionen stammen, sind sie eine Lebensweise und nicht eine Religion an sich.
Jemand fragte den Präsidenten Indiens Dr. Sarvepalli Radhankrishana – der ein Hindu ist – nach der Definition der hinduistischen Religion. Er antwortete, es gebe keine Möglichkeit, Hinduismus zu definieren. Hinduismus sei einfach eine Lebensform.
Weil es aber so viele Religionen gibt, wurde auch der Hinduismus als Religion bekannt.
Diese Mantren haben Auswirkungen auf unseren Organismus, unseren Geist und unser Bewusstsein. Je älter sie sind, desto stärker wirken sie auf die tieferen Ebenen unseres Bewusstseins ein. Deshalb wird uns auch empfohlen, Om zu singen.
Es geht nicht um Krishna oder sonst irgendetwas, sondern um den Wert des Mantras, der ausschlaggebend ist.

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Es gibt drei Ebenen der spirituellen Praxis

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Montreal, 13. Juli 2013

Ich werde jetzt über etwas sprechen, worüber ich vorher noch nicht gesprochen habe.
Erstens über Anva Upaya, zweitens über Shakta Upaya und drittens über Shambava Upaya.
Shiva, Shakti und Anva. Alle Praktiken der Welt können in diese drei Kategorien eingestuft werden. Anva ist das niedrigste, der allererste Anfang. Japa, Mantren, Poojas, Yogasanas und die Kontrolle des Atems gehören zur Kategorie des Anva Upaya. Upaya bedeutet Heilmittel.
Shakta ist eine Ebene höher. Shakta spielt sich auf der mentalen Ebene ab, d.h. im Inneren. Es gibt keine Äußerlichkeiten, kein Mantra. Shakta Upaya ist das, was durch den meditativen Zustand erreicht wird.
Wenn du singst, meditierst, Atemübungen und Sudarshan Kriya (zunächst Anva Upaya) praktizierst, führt dich das zu Shakta Upaya, wo du nur noch Energie bist. Hier gibt es keine Anstrengung, kein Handeln mehr. Lediglich ein wenig mühelose Anstrengung ist erforderlich.
Shambava oder Shiv Upaya schließlich ist reines Bewusstsein, ein Zustand des Gewahrseins.
Um Shambava Upaya zu erreichen, kann nichts gezielt unternommen werden, du kannst nichts dafür tun, es ist einfach ein Geschehen, es wird sich ereignen. Dennoch wird auch das als Upaya (Heilmittel) bezeichnet.
Das Ziel von Anva und Shakta Upaya ist, Shambava Upaya zu erreichen, wo du Eins bist mit Shiva (der vierten Bewusstseinsebene). Bei Shambava Upaya gibt es keine Dualität mehr und keinen Handelnden, du bist Shiva.
Menschen wie Jiddu Krishnamurti und andere haben Shambava Upaya bis zu einem gewissen Grad erfahren, die anderen Ebenen jedoch als unbrauchbar betrachtet. Wenn man liest, was manche dieser Menschen gesagt haben, wird man feststellen, dass sie keinen Sinn darin sehen, Atemübungen zu praktizieren, Mantren zu singen oder eine Puja zu zelebrieren. Sie sprechen alle nur von der Ebene des Shambava Upaya. Aber auch die erwähnten Praktiken haben ihre Berechtigung.
Das alte System richtet sich an jedermann und gibt jedem Menschen seinen rechtmäßigen Platz.
Das ist der Grund dafür, warum all diese Ebenen – Anva Upaya, Shakta Upaya und Shambava Upaya – aufrechterhalten werden. Sie haben alle ihre Bedeutung.
Das ist tiefes Wissen.

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