Sri Sri Ravi Shankars Botschaft anlässlich des internationalen Friedenstages der Vereinten Nationen

21. September 2012

Wir sind so glücklich, dass es uns gelungen ist, etwas Frieden in unserem Inneren zu finden. Nun ist es unsere Aufgabe, all diejenigen zu erreichen, die nicht mit sich selbst im Frieden sind, sowie die Länder und Teile der Welt, in denen Konflikte herrschen.
Es ist unsere Verantwortung, Frieden in jeden Winkel der Erde zu bringen. Unser Frieden ist unvollständig, solange nicht jedes Mitglied unserer globalen Familie in Frieden leben kann.
Frieden ist auf drei Ebenen notwendig.
Als Erstes brauchen wir inneren Frieden, d.h. Frieden im Geist. Das bringt Dynamik in unsere Handlungen und macht uns stärker.
Die zweite Ebene betrifft den Frieden in unserer unmittelbaren Umgebung, in unserer Familie, bei unseren Freunden und an unserem Arbeitsplatz.
Bei der dritten Ebene – die außerordentlich wichtig ist – geht es um den Frieden zwischen Nationen und Kontinenten. Die Waffengewalt zwischen den Ländern muss ein Ende finden.
Nukleare Abrüstung muss stattfinden, sodass keine Angst zwischen den Ländern besteht.
Es ist die Angst, welche die Länder zur Waffengewalt treibt. Wir müssen die Regierungen und Institutionen der Welt davon überzeugen, Frieden zwischen den Nationen zu fördern.
Wenn man genau hinsieht, gibt es nur sehr wenige Menschen, die Extremisten sind. Die meisten Menschen, die den Frieden lieben, sind jedoch passiv und ruhig.
Wichtig und notwendig ist jetzt die dynamische Kraft der friedvollen Menschen. Ich hoffe, wir können eine Plattform erschaffen, bei der eine Kommunikation von Herz zu Herz stattfinden kann. Denn das Herz kennt keinen Konflikt. Konzepte mögen zu Konflikten führen, genauso wie eine Haltung des Andersseins, fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl und Unwissenheit, wenn es um andere Traditionen geht. Wir müssen den Horizont unserer Leute erweitern, unsere Unterschiede feiern und uns an den Gemeinsamkeiten erfreuen.
Unsere Kinder brauchen eine multikulturelle und multireligiöse Erziehung.
Lasst uns den Beschluss fassen, unseren Leuten alle Religionen näherzubringen, sodass sie eine breitere Sichtweise über das Leben erlangen können. Zweifellos muss man tief in die eigene Religion eintauchen. Gleichzeitig ist es heutzutage aber entscheidend, auch ein wenig über jede andere Religion Bescheid zu wissen. Daran müssen wir arbeiten.
Wenn wir beten, sehen wir die Göttlichkeit in unserem Inneren. Ohne Gebet und Meditation – die spirituellen Aspekte des Lebens – ist Religion nichts als eine trockene Schale. Ich sage oft, die Religion sei die Bananenschale und die Spiritualität die Banane. Das Elend auf der Welt besteht deshalb, weil wir die Banane wegwerfen und an der trockenen Schale festhalten. Wir müssen diesen spirituellen Aspekt unseres Lebens aufwerten.
Lasst uns alle zu einem Friedensbotschafter, zu einem Wächter des Friedens werden. Wächter des Friedens sind dynamisch und haben den Willen, jedes Unrecht zu unterbinden. Sie entlarven ungerechte Taten und diejenigen, die sie in der Gesellschaft begehen, und protestieren dagegen.
Wir wollen eine Revolution, aber eine Revolution des Friedens. Mahatma Gandhi war ein Befürworter des Friedens. Er lehnte sich jedoch nicht einfach zurück und ließ zu, dass Ungerechtigkeiten stattfinden konnten. Seine Handlungen entsprangen dem Frieden.
Das letzte Jahrhundert war eine Ära der Uniformen und der Gewerkschaften. Nun wollen wir uns in Richtung einer Ära der Verbundenheit bewegen.
Wir müssen eine Welle der sozialen Transformation bewirken, und jeder Einzelne von uns wird dafür Verantwortung übernehmen müssen.

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