Schweigen

Boone, 29. Juni 2012

Schweigen ist sehr hilfreich. Wenigstens zweimal jährlich sollten wir an einem Schweigekurs teilnehmen. Einmal jährlich ist ein Muss, zweimal jährlich ist sehr gut.

Schweigen reinigt unsere Sprache. Hast du schon einmal beobachtet, was geschieht, wenn wir sprechen? Du solltest es beobachten. Du musst beobachten, was für eine Wirkung es auf andere hat, wenn du sprichst. Oft machen wir uns nicht die Mühe, darauf zu achten. Wir plappern einfach weiter. Nein, es ist notwendig, zu sehen, welche Wirkung deine Rede auf andere Menschen hat.

Es gibt einen wunderbaren Vers in der Bhagavad Gita, der etwas darüber aussagt, welche Worte gesprochen werden sollten: Worte, die den Geist der Menschen nicht aufrütteln, und welche die Wahrheit ausdrücken, eine wohlwollende, angenehme Wahrheit. Das wird auch Bußübung der Sprache genannt.

Ähnlich ist es beim Körper: Mäßiges Essen, Mäßigkeit bei den Übungen, bei der Arbeit und bei der Ruhe sind wichtig. Hier handelt es sich um eine Bußübung für den Körper.

Tapas (Bußübung) für die Sprache besteht darin, nur diejenigen Worte auszusprechen, die den Geist anderer Menschen nicht aufrütteln. Manchmal denken wir, im Recht zu sein, und möglicherweise sind wir es auch. Das, was du sagst, mag die Wahrheit sein, es mag wohlwollend und sogar gut für die andere Person sein, wenn es aber nicht angenehm ist und den Geist der anderen Person durcheinanderbringt, dann ist es unvollkommen.

Es braucht also viel Geschick dazu, und es ist keine einfache Aufgabe: Niemandes Geist aufzurütteln und niemandem Leid zuzufügen.
Wenn du jemandem etwas sagst, und die Person dann den ganzen Tag weint oder sich aufregt, dann ist das nichts Gutes. Sprich also Worte, die angenehm, wahr und wohlwollend sind. Gleichzeitig solltest du aber auch keine Lügen aussprechen, die sehr angenehm sind. Wir müssen das sagen, was die Wahrheit, wohlwollend, angenehm und nicht aufrüttelnd ist. Zerstöre den Geist und das Herz anderer nicht durch deine unangenehmen Worte.

Nun, wie erreichen wir das?

Du magst sagen: „Ich habe nicht die Absicht, jemanden zu verletzen, aber verletzende Worte kommen einfach aus meinem Mund. Was soll ich tun?“ Schweigen wird dir dabei helfen. Bleibe im Schweigen. Meditation und Schweigen, diese Dinge werden helfen. Wenn es manchmal trotzdem geschieht, dann kannst du nichts dagegen tun. Bitte dann einfach um Vergebung.

Wenn du ins Schweigen gehst, ist es also gut, um Vergebung zu bitten.
„Wenn ich durch meine Gedanken, Worte oder Taten jemandem etwas getan oder jemandem auf irgendeine Weise eine Verletzung zugefügt habe, so bitte ich um Vergebung.“

Das erhebt uns vollkommen, sodass wir nicht steckenbleiben. Macht das Sinn? Ja!

Schau, du kannst im Leben nicht davon ausgehen, dass alles rosig sein wird. Es gibt im Leben auch Dornen. Es gibt auch unangenehme Momente, und sie werden alle kommen und gehen. Wir müssen einfach weitergehen, ohne irgendwo festzuhängen.

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