Ein Leben ohne Liebe ist nichts wert

Holland, Haarlem, 17.6.2012, Abendveranstaltung

Nun, sagt mir, wie möchtet ihr diesen Abend verbringen? Was möchtet ihr heute Abend besprechen?

(Publikum: Sprich über Heilung. Wir wollen meditieren. Erzähle uns etwas über Ayurveda. Sprich über die Krise.)

Seht nur, wie das Wort Krise ein Lächeln in euer Gesicht zaubert. Das ist etwas wirklich Einzigartiges, nicht wahr? Gewöhnlich weinen die Menschen, wenn sie über eine Krise sprechen, aber hier ist das anders. Das ist es, was Art of Living ausmacht: Jede Krise zum eigenen Vorteil werden zu lassen. Das ist es, was wir der Welt vermitteln wollen: Jede Krise als Herausforderng, als Chance zu betrachten.

In der chineseischen Sprache gibt es nur ein Wort für die beiden Begriffe Krise und Chance! Wenn du von Krise sprichst, bedeutet das gleichzeitig auch Chance.

Was sollen wir sonst noch besprechen?

(Publikum: Freiheit; Liebe; Entscheidungsfindung; Chaos; Kindererziehung auf internationaler Ebene; Fussball.)

Nun, sagt mir, was ist nun, wenn ich nichts über diese Themen weiß? Ich weiß zum Beispiel nichts über Fussball. In Indien ist Fussball nicht sehr beliebt, sondern eher Cricket. Aber auch damit kenne ich mich nicht aus. Ich weiß also nichts über diese Themen.

(Publikum: Das macht nichts, es ist einfach nur schön, hier zu sein.)

Wir übermitteln mehr durch unsere Präsenz als durch unsere Worte. Unsere Präsenz übermittelt eine Menge. Worte sind zwar wesentlich, aber unsere Präsenz ist entscheidender.
Oft gebe ich folgendes Beispiel: Wenn du ein Flugzeug verlässt, wünscht dir die Flugbegleiterin einen schönen Tag. Sie meint es jedoch nicht wirklich. Es ist nur ein Lippenbekenntnis. Ihr Geist ist mit etwas anderem beschäftigt. Kommen die gleichen Worte aber von jemandem, der dir sehr nahe steht, von deiner Mutter, Gossmutter, deinem Onkel oder deiner Tante, tragen sie gewisse Schwingungen, gewisse Gefühle mit sich. Ist dir das schon aufgefallen?

Als Kind trugen wir diese Dimension in uns, die Dimension der Gefühle. Alles, was wir sagten oder taten, war sehr authentisch. Es kam direkt aus dem Herzen. Das Herz und der Geist waren vereint.

Aber als wir älter wurden, wurden die beiden irgendwo, irgendwie getrennt, ohne dass wir wissen, wie das geschehen konnte. Und so begannen wir Dinge zu sagen, die wir gar nicht meinten.

Manchmal sagen die Menschen: „Oh, vielen, vielen Dank!“ Man kann das vor allem in Amerika beobachten. Du gibst jemandem ein Glas Wasser und er ruft aus: „Oh, vielen, vielen Dank!“
Was gibt es da groß zu danken, wenn man ein Glas Wasser bekommt? Es ist ja nicht so, dass du dich in Saudi Arabien in der Wüste befindest und am verdursten bist. Dort wäre der Dank gerechtfertigt, wenn jemand dir Wasser geben würde, und es wäre angebracht zu sagen: „Vielen, vielen Dank! Du hast mein Leben gerettet!“ Ist es nicht so?

Damit will ich nicht sagen, dass du dich nicht bedanken sollst. Ich möchte nur, dass du deine Aufmerksamkeit auf eine mögliche Diskrepanz zwischen deinen Worten und deinen Gefühlen richtest. Denn dadurch entsteht ein Mangel an Authentizität. Wenn wir in unseren Handlungen nicht authentisch sind, wird das Leben so dumpf, trocken und langweilig.

Was wünschst du dir im Leben? Stelle dir vor, du hättest allen Komfort, ein schönes Bett, um zu schlafen und gutes Essen, aber keine Liebe, kein Gefühl der Zusammengehörigkeit und niemanden, der sich um dich kümmert. Niemanden, der sich dafür interessiert, wie du lebst, oder was dir gerade geschieht. Würdest du dann gerne auf diesem Planeten leben?

Das Leben ist nichts wert, wenn es keine Liebe und kein Gefühl der Zusammengehörigkeit gibt. Das ist das charakteristische Merkmal des menschlichen oder eines jeden Lebens. Selbst Hunde, Katzen, Kühe und Pferde haben solche Gefühle. Wenn du zu Hause ein Pferd hast und für einen Monat nicht da bist, drückt das Pferd seine Liebe aus, wenn du zurückkommst, nicht wahr? Menschlich zu sein, bedeutet, mit den eigenen Gefühlen in Verbindung zu stehen.

Das soll nicht heißen, dass du nun zu einem Blue Star werden sollst, wie wir es in Art of Living nennen. Ein Blue Star ist jemand, der nicht stabil ist, sich in Emotionen verliert und das Gehirn nicht gebraucht. Das ist auch nicht gut. Ein Gleichgewicht zwischen Emotionen und Intellekt ist gefragt, ein Gleichgewicht zwischen persönlichem und sozialem Leben.
Es gibt Menschen, die sich nur um sich selbst kümmern. Wieder andere kümmern sich überhaupt nicht um sich selbst. Sie arbeiten wie Maschinen und ertrinken darin. Sie schauen noch nicht einmal hin, was das Ziel des Lebens sein könnte, oder was sie sich vom Leben wünschen würden.
Art of Living fördert das Gleichgewicht zwischen diesen beiden, zwischen dem persönlichen und dem sozialen Leben. Du musst dich um dich selbst, deinen Geist, deinen Körper, deine Gefühle sowie auch um die Gesellschaft kümmern. Übernimm Verantwortung für die Gesellschaft und lasse gleichzeitig dein persönliches Wachstum und deine Selbstentfaltung nicht außer Acht.

Weder zu Hause noch in der Schule lehrt uns jemand, wie wir uns um den Aspekt, der die Schwingungen betrifft, kümmern sollen, den fühlenden Teil in uns, und wie wir unsere Emotionen rein, klar, weich, sanft, freundlich und fröhlich halten können. Niemand bringt uns bei, wie wir glücklich sein können. Wir nehmen es als selbstverständlich an, das ist unsere Natur. Sicherlich ist es unsere Natur, aber irgendwie haben wir es verloren, nicht wahr? Und ich sage euch, das hat nichts mit der Börse zu tun. Wenn du nach Bhutan oder Bangladesh gehst, Länder die sehr arm sind, wirst du feststellen, dass die Menschen dort sehr glücklich sind.

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