Du musst nichts lernen


Montreal, Kanada, 8.5.2012

In früheren Zeiten unterstützten die Könige diejenigen, die in Samadhi gingen. Es war deren Aufgabe, täglich ein paar Stunden in Samadhi einzutauchen und diese wundervollen Schwingungen überall um sich herum zu erschaffen. Sie wurden Purohits genannt: Diejenigen, die gute, wohltuende Dinge für die Gesellschaft, für die Stadt vollbringen. Sie widmeten sich täglich dem Gesang, tauchten in Samadhi ein und erschafften eine lebenssprühende, positive Atmosphäre. Später jedoch vergaßen die Menschen all diese Dinge, und jetzt sind sie völlig verloren gegangen. Was sind die Voraussetzungen, um in Samadhi gehen zu können? Wenn kein Verlangen und keine Wünsche mehr vorhanden sind, geschieht Samadhi.

F.: Auf welche Wurzeln ist diese kostbare Tradition des Wissens zurückzuführen, über die wir hier sprechen? Wie lange werden wir damit noch weiter machen?
Sri Sri Ravi Shankar:
Die Wurzeln kenne ich nicht. Das Wissen besteht schon seit Tausenden und Abertausenden von Jahren. Wir wissen es nicht genau. Nieman weiß es. Vielleicht ist es so alt wie das Bewusstsein.

F.: Wenn ich Brahman – die ewige Gegenwärtigkeit – bin, wenn ich innerlich vollkommen frei und reines Bewusstsein bin, warum bin ich dann nicht fähig, das zu wissen oder es zu erfahren?
Sri Sri Ravi Shankar:
Weil dein Geist außen ist. Du willst dies, du willst das, du möchtest Behaglichkeit, Beziehungen und tausend andere Dinge. Dein Geist ist davon gefangen. Wie willst du dich so nach innen richten? Wie willst du das so erfahren können? Wenn du frei von Wünschen bist und sagst: „Ich will nichts, ich bin zufrieden“, dann kannst du nach innen gehen.

Es gibt zwei Arten von Situationen, die dich sagen lassen: „Ich möchte nichts. Ich gebe auf!“ Einmal, wenn du frustriert bist. Dann willst du nichts und gibst auf. Du sagst: „Ich gebe auf, ich kann nicht mehr.“ Dieser Zustand der Frustration wird jedoch nichts bringen.

„Ich bin vollkommen, ich bin ganz, ich möchte nichts.” Dieser Zustand, bei dem du zufrieden bist und nichts willst, kann deinen Geist nach innen bringen.

Das ist ein Teufelskreis, denn du sagst nur, dass du nichts möchtest, wenn du dich nach innen gerichtet hast. Wenn du jedoch nicht sagst: „Ich möchte nichts“, kannst du auch nicht nach innen gehen. (Sri Sri lacht.)

Du musst nun herausfinden, wie du das machen willst. Ich stelle dir so viele Methoden, so viele Tricks zur Verfügung, erzähle dir, was du tun sollst und was nicht, aber in diesem Fall weiß ich auch nicht, wie du das schaffen sollst. (Sri Sri lacht.)

Du musst dich selbst in diesen Zustand des Glücklichseins bringen, bei dem du sagst: „Ich will nichts. Ich bin erfüllt. Ich bin zufrieden.” Dann taucht der Geist in die Glückseligkeit ein.

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