Sri Sri über Buddha Purnima

6.5.2012
Montreal, Kanada

Heute ist Buddha Purnima (Vollmond), der Tag, an dem Buddha geboren wurde. Er wurde erleuchtet, erreichte Nirwana und starb auch am selben Tag. Der heutige Vollmond scheint zwanzig Prozent größer zu sein, als der Mond anderer Vollmondnächte. Es ist ein sehr großer Mond.
Du solltest ihn betrachten, wenn er aufgeht.

Ein kleiner Buddha ist in jedem Menschen vorhanden, und dieser Buddha befindet sich auch in der Gestalt von Siddharta. Weißt du, wer Siddharta ist? Bevor Buddha zu Buddha wurde, war er Siddharta. Er hatte sich selbst verloren. Er hatte alles versucht, aber nichts finden können. Der ihm eigene Forschergeist ließ ihn jedoch sagen: „Auf dieser Welt gibt es nur Leid, und ich möchte mich davon befreien.“ Siddhartha erkannte zwar, dass es überall Leid gab, wusste jedoch keinen Ausweg.
Jeder Mensch hat also einen kleinen Buddha in seinem Inneren, der einfach nur aufwachen muss.

Buddha versuchte dies und jenes. Er ging von Pontius zu Pilatus, versuchte eine Technik nach der anderen, aber nichts funktionierte. Denn während er all das tat, richtete sich sein Geist nach außen. In dem Augenblick, als er genug von allem hatte und alles losließ, wurde er erleuchtet. So hat sich die Geschichte abgespielt.
Als er genug davon hatte, es immer und immer und immer wieder zu versuchen, sagte er: „Gut, ich möchte mich nur noch entspannen. Ich gebe auf.“ Er gab also auf, sein Geist richtete sich nach innen, und so wurde er zu Buddha.

Richte deinen Geist also nach innen.

Leider hatte Buddha nie einen Guru. Zur damaligen Zeit konnte er keinen finden. Adi Shankaracharaya aber hatte einen Guru. Dadurch, dass er einen Guru traf, wurde es für ihn einfacher und sanfter auf dem Pfad. Er konnte sich einfach hinsetzen und in Samadhi eintauchen. Für Buddha war es jedoch nicht möglich, in Samadhi und Meditation einzutauchen. Es war schwierig für ihn. Also begann er zu fasten. Jemand hatte ihm empfohlen, zu fasten, also tat er es. Er war ein König, gehörte der königlichen Familie an und wusste nichts über Hingabe, Ergebenheit oder Loslassen. Man hatte ihm beigebracht zu handeln, zu handeln und wieder zu handeln. Das war das Einzige, was er wusste und wovon er gehört hatte. Diese große Ego und das unaufhörliche Handeln führten dazu, dass er während mehrerer Jahre umherrannte.
Als er endlich aufgab, wurde er erleuchtet.

Dieser kleine Geist in deinem Inneren möchte nicht loslassen und einfach aufgeben, sondern sagt: „Ich möchte handeln, ich möchte handeln, ich möchte handeln. Ich werde das, ich werde jenes erreichen.“

Wenn du genau hinsiehst, was gibt es da zu erreichen?

Du gibst dich hin, lässt los, und Meditation geschieht. Ähnlich verhält es sich auf dem ayurvedischen Massagetisch. Du legst dich einfach darauf und tust nichts. Es wird alles für dich getan. Auch die Meditation wird für dich getan werden. Du setzt dich einfach hin, und Meditation wird geschehen.

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