Ohne Engagement gibt es keine Stabilität, keine Zufriedenheit und keinen Fortschritt im Leben

7. Dezember 2011

F.: Guruji, in den Shiva Sutras sagst du Gyanam bandhanam. Ich bin verwirrt. Macht uns das Wissen nun frei oder bewirkt es Anhaftung?
Sri Sri Ravi Shankar: Schau, nach der Meditation – wenn du dir deines Körpers und deiner Umgebung bewusst wirst – gelangt dein begrenzter Geist zum Verständnis begrenzter Dinge.
Du kannst nur einen Bereich auf einmal verstehen, sei es Geschichte, Mathematik, Physik oder Chemie. Kenntnisse in einer bestimmten Sache begrenzen deinen Geist und hindern ihn daran, die Weite wahrzunehmen. Der Bereich deines Wissens bleibt limitiert.
Ein solch begrenztes Wissen bewirkt Anhaftung.

F.: Wenn deine Absichten und deine Handlungen rein sind, du aber dennoch gegenteilig wahrgenommen wirst, was kannst du dann tun?
Sri Sri Ravi Shankar: Lächle einfach darüber. Sorge dich nicht über die Beschuldigungen anderer. Schweigen solltest du aber auch nicht. Du solltest die anderen aufklären und dann darüber hinweggehen.

F.: Guruji, der Teil 2 Kurs ist eine Reise vom Kopf zum Herzen. Was für eine Rolle nimmt die Logik in der Spiritualität ein?
Sri Sri Ravi Shankar: Logik spielt eine wichtige Rolle. Durch sie wird dir die Spiritualität überhaupt erst zugänglich. Logik ermöglicht es dir, zu sehen, was das Leben und die Welt bedeuten, und wie du deine Zeit vergeudest!
Ein logischer Geist sagt: „Nein, ich sollte meine Zeit nicht verschwenden. Das Leben ist kurz, alles ist vergänglich. Es macht keinen Sinn, sich Sorgen um die Vergangenheit zu machen oder über die Zukunft zu grübeln.“ Das ist Logik. Also machst du durch die Logik einen Schritt in Richtung Spiritualität. Deshalb ist Logik wichtig. Sie ist jedoch nur ein Schritt, und du kannst es nicht bei diesem Schritt bewenden lassen. Du musst das Haus betreten. Logik ist so gesehen der erste Schritt, um das Haus zu betreten.

F.: Guruji, du hast gesagt, wir sollten ein Gelübde ablegen, um uns von schlechten Gewohnheiten zu befreien. Was ist mit Gelübde gemeint?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn du irgendwelche schlechte Gewohnheiten hast, kannst du ein Gelübde ablegen. Wenn du die Angewohnheit hast, negativ zu sprechen, dann kannst du sagen: „Heute werde ich nichts Negatives sagen. Ich werde mich über niemanden beklagen.” Solche Schritte machen eine Menge aus. Wenn du es gewohnt bist, zu viel zu essen, und dir vornimmst, dich während einer Woche nicht zu überessen und nur wenig zu dir zu nehmen, dann ist das ein Gelübde.

F.: Wenn die Dinge sich von: „Ich möchte es tun” zu: „Ich werde es tun müssen” verlagern, wird es sehr schwierig, zu handeln. Was soll man in so einer Situation tun? Das geschieht mit mir, wenn ich Seva mache.
Sri Sri Ravi Shankar: Engagement ist entscheidend. Ohne Engagement gibt es keine Stabilität, keine Zufriedenheit und keinen Fortschritt im Leben. Wenn du also eine Verpflichtung eingehst, solltest du sie auch einhalten.

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