Wenn dein Geist still wird, erlangt er intuitive Fähigkeiten

12. November 2011

F.: Lieber Guruji, wo ist der Ursprung der Gedanken? Wo ist die Quelle des Denkens?
Sri Sri Ravi Shankar: Schau‘ zuerst in dich hinein und beobachte, woher sie kommen, setze dich hin und denke nach. Ich möchte nicht sagen, was geschehen wird, wenn du hinschaust. Es gibt Dinge, die du selbst erfahren musst. Ich könnte dir eine Antwort geben, aber das wäre wieder ein weiterer Gedanke, ein weiteres Konzept. Du musst die Antwort selbst finden, du selbst musst es tun. Es kann sein, dass du die Antwort nicht gleich beim ersten Mal bekommst. Du wirst immer und immer wieder hinschauen müssen.

F.: Lieber Guruji, ich kann mich nicht hingeben. Ich bin nicht glücklich und auch nicht friedlich. Durch einige schlechte Ereignisse, die sich in meinem Leben ereignet haben, bin ich ruhelos geworden. Ich bin nicht fähig, eine Lösung dafür zu finden.
Sri Sri Ravi Shankar: Dann denkst du also, dass ich  dir eine Lösung anbieten kann? Die Antwort lautet: Ja! Das ist gut genug, nun kannst du dich entspannen. Das ist es, was sich hingeben bedeutet.  Hingabe bedeutet Vertrauen. Du gehst zum Arzt im Vertrauen, dass er dir die richtige Medizin geben wird. Du bist hergekommen im Vertrauen, dass Guruji  die richtige Lösung für dich hat. Nun entspannst du dich. Das ist es, was Hingabe bedeutet.

F.: Guruji, wie kann ich meine Gedanken kontrollieren?
Sri Sri Ravi Shankar: Du kontrollierst deine Gedanken nicht, sondern lässt sie los und entspannst dich! Wenn wir versuchen, die Gedanken zu kontrollieren, dann erst wird es zum Problem.

F.: Lieber Guruji, ich habe gerade den Grundkurs gemacht, der wundervoll war. Aber durch das Älterwerden wird meine Zufriedenheit untergraben, und eine unbekannte Angst taucht auf. Was soll ich tun?
Sri Sri Ravi Shankar: Das ist der Zweck von Sahana und Satsang. Sie werden dir die Angst nehmen und dir inneren Frieden, Vertrauen, Freude und Zufriedenheit zurückbringen. Schau’ dir die Freude und die Zufriedenheit in allen Menschen hier an.

F.: Lieber Guruji, was ist der Unterschied zwischen Faulheit und Entspannung?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn es etwas Wichtiges zu tun gibt, und du es nicht tust, ist das Faulheit. Entspannung findet dann statt, wenn du deine Arbeit getan hast und dich wohl fühlst.

F.: Guruji, vor zwei Jahren habe ich dich um deinen Segen gebeten. Du hast mich gesegnet, und die Dinge haben sich verändert. Ich hatte so viel in meinem Job zu tun, dass mein Wunsch – für Art of Living zu arbeiten – nicht in Erfüllung gegangen ist.
Sri Sri Ravi Shankar:Wenn der Baum voll ist, und du beginnst, die Früchte zu genießen, vergisst du, den Wurzeln Wasser zu geben. Es ist gut, dass du dich daran erinnert hast. Beginne nun, die Wurzeln täglich zu wässern. Engagiere dich in einem Seva Projekt.

F.: Lieber Guruji, ich mache den Kurs zum ersten Mal. Nach der Sudarshan Kriya sind mir andauernd dieTränen hinuntergelaufen, und mein Geist ist still geworden. Ich habe einen Spaziergang gemacht, um zu verstehen, was sich in meinem Geist abgespielt hat. Kannst du es mir sagen?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn dein Geist still wird, bekommt er mehr Energie. Er erlangt intuitive Fähigkeiten. Es ist also eine sehr wichtige Sache, die du da gelernt hast. Dein Leben hat eine neue Dimension hinzugewonnen.

F.: Guruji, ich möchte den Sinn des Lebens wissen. Warum bin ich hier?
Sri Sri Ravi Shankar: Du kannst dich glücklich schätzen, diesen intensiven Wunsch – zu erfahren, wer du bist und was du tun möchtest – zu verspüren. Lass’ diesen Wunsch weiterhin brennen, mach’ deine Übungen und höre dir mehr Wissen an. Mache den Fortgeschrittenenkurs. Du wirst eine Menge mehr über dich verstehen.

F.: Ich bin keine Person, die Bücher lesen und so das Wissen integrieren kann. Ich kann nur durch Erfahrung lernen. Wenn ich mich mit einem Problem auseinandersetzen muss, verstehe ich, was geschieht.
Sri Sri Ravi Shankar: Stelle keine Konzepte auf. Halte deinen Geist offen, denn du weißt nicht viel über dein Bewusstsein. Du weißt nur sehr wenig über deinen Geist. Was wir über unseren Geist wissen entspricht nur einem Zehntel des Ganzen. Unser Geist ist so gewaltig. Unser Bewusstsein ist so weit, dass das, was wir darüber wissen, nur die Spitze des Eisbergs ist. Wenn wir das erkennen, erschaffen wir den Rahmen, um mehr zu erfahren. Wenn du glaubst, alles über deinen Geist zu wissen, dann ist die Tür geschlossen, und es gibt keinen Platz für neues Wissen.

F.: Jai Gurudev, wenn wir alle nur Wellen sind, die zurück in den Ozean gehen, was ist dann die Bedeutung von Energien wie Yamaraja und Chitragupta in Zeit und Raum?
Sri Sri Ravi Shankar: Das ist ein sehr tiefes Verständnis über Chitragupta. Unser Bewusstsein ist im Besitz von Aufzeichnungen von allem, was geschieht. Das ist es, was wir Akasha-Chronik nennen. Es gibt an diesem Ort, gerade hier, tausend Fernsehsender. Wenn du einen sehr starken Fernsehkanal nimmst und einen Verstärker benutzt, kannst du alle Sender der ganzen Welt hier an diesem Ort empfangen. Das bedeutet, dass der Raum, von dem wir annehmen, dass er leer ist, gar nicht leer ist. In ihm befinden sich gerade jetzt – in diesem Augenblick – Aufzeichnungen von allem, was geschieht, was in der Vergangenheit geschehen ist und was sich in der Zukunft ereignen wird.
Das ist ein sehr faszinierender Aspekt des Bewusstseins.
Lies Yoga Vasistha und du wirst die drei Typen von Akasha (Raum) verstehen: Bhoot Akasha, Chidakasha und Chittakasha.

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