Dein eigener Zweifel kann sich so auswirken, als würdest du mit angezogener Bremse Auto fahren

Montreal, 10.7.11

F.: Lieber Guruji, ist Shiva Bewusstsein dasselbe wie Krishna Bewusstsein?
Sri Sri Ravi Shankar: Ja, ja, es ist dasselbe. Das Krishna Bewusstsein ist ein wenig frecher, das ist alles. Wenn es still ist, ist es Shiva Bewusstsein, wenn es aktiv ist, ist es Krishna Bewusstsein.

F.: Gibt es einen Ort in unserem Bewusstsein, wo man alles weiß? Wenn ja, wie können wir dorthin gelangen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ja, unser Bewusstsein ist so, als hätten wir eine Bibliothek. In einer Bibliothek gibt es Millionen von Büchern, nicht wahr? Der Bibliothekar hat all die Bücher, aber es ist nicht erforderlich, dass er jedes Buch auswendig kennt. Er weiß jedoch wo sich was befindet, und wenn es sich als notwendig erweist, kann er es hervorholen und wissen, was darin steht.
Ebenso verhält es sich mit unserem Bewusstsein. Obwohl unser Bewusstsein die Wohnstätte allen Wissens ist, besteht keine Notwendigkeit, während der ganzen Zeit immer alles zu wissen. Es ist unmöglich. In einem physischen Körper ist es unmöglich, immer alles zu wissen. Wenn du aber still bist, wenn dein Geist sich in absoluter Stille befindet, und weder Verlangen noch Abneigung besteht, ist er einfach frei. Dann wirst du zum Bibliothekar, der alles besitzt. Du wirst zum Besitzer der Bibliothek, dem alles Wissen zur Verfügung steht, dem es zugänglich ist, wenn das sich als notwendig erweisen sollte. Auch ein Anwalt besitzt all die Bücher, die er braucht, kennt sie aber nicht alle zu jeder Zeit auswendig. Wenn er aber einen besonderen Fall bearbeiten muss, wird er wissen, welches Buch er herausnehmen muss und wo genau er die entsprechende Stelle finden kann.

Auch unser Bewusstsein ist die Wohnstätte allen Wissens, richtig? Wenn du sehr still bist, frei von geistigen Modulationen, wirst du zum Yogi. Dann ist es dir möglich, zu wissen. Deshalb wird das stille Bewusstsein, das yogische Bewusstsein, Sarvagna genannt. Tatraniratishayamsarvagyabeejam” ist eine der Yoga Sutren. Im Bewusstseinszustand, den du während des Samadhi erreichst, ist der Same des Allwissens angelegt.

F.: Woran kannst du erkennen, dass du deinen Guru gefunden hast?
Sri Sri Ravi Shankar: Ich habe keine Ahnung, wie du das herausfinden kannst. Dein Herz wird es dir mitteilen. Du kannst nicht darüber nachdenken. Es geschieht nicht durch Urteilen. Sei einfach entspannt.

F.: Was ist der Unterschied zwischen Seele, Atma und Jeeva? Sind sie alle dasselbe?
Sri Sri Ravi Shankar: Seele ist das englische Wort, Atma ist Sanskrit. Self (Selbst) stammt von Swa ab, was Seele bedeutet. Wenn du nach den Wurzeln der meisten englischen Wörter suchst, wirst du sie im Sanskrit finden. Swa bedeutet Selbst. Jeeva ist das im Geist eingeschlossene Selbst. Es ist wie bei einem Ballon, in dem die Luft eingeschlossen ist. Jeeva enthält  Sukha – Zufriedenheit, Dukha – Sorge, Sanghata – Vereinigung, Chaitanya– Bewusstheit, Dhrti – Bestimmtheit. Dies sind die fünf Attribute von Jeeva, dem verkörperten Selbst.

F.: Lieber Guruji, wie entwickelt man eine « Ja-Haltung »?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn du dir eine solche Haltung wünschst, hast du sie schon.

F.: Kannst du bitte hohl und leer noch einmal erklären?
Sri Sri Ravi Shankar: Hör zu, unsere Aufgabe ist es, zu leeren, und du möchtest ein Konzept daraus machen! Eine Erklärung ist ein Konzept, nicht wahr? Du musst wissen, dass wissenschaftlich gesehen alles hohl und leer ist, wie zum Beispiel dein Hals. Das ermöglicht es dir, zu schlucken und zu trinken. Nicht wahr? Wie könntest du so viele Ladungen Essen in deinen Magen stopfen, wenn dein Magen nicht hohl wäre? Und er wird sehr schnell wieder leer. Stell dir einmal vor, dass du leicht 2 Kilogramm Essen pro Tag konsumierst, nicht wahr? Im Laufe eines Jahres nimmst du 750 Kilogramm Essen zu dir. Das ist fast eine ganze Wagenladung pro Jahr. Wenn du 40 Jahre alt bist, sind schon 40 Wagenladungen Essen durch deinen ganzen Körper gegangen. Wie soll das geschehen, wenn er nicht hohl und leer ist? Wie kannst du täglich so viel Luft ein- und ausatmen, wenn er nicht hohl ist?

Du solltest Folgendes tun: Nimm ein kleines Stück deiner Haut mit, geh´ in ein Labor und untersuche es unter einem Mikroskop. Du wirst sehen, dass es einem Moskitonetz ähnelt. Deine Haut ist ganz hohl und leer. Was wir während der „Hohl und leer Meditation“ sagen ist also eine Tatsache. Sei mit dieser Tatsache, bring die Tatsache, dass du atmest in dein Bewusstsein. Du bist da, dein Körper ist da. Der Körper unterscheidet sich vom Boden, der Boden unterscheidet sich vom Körper und die Haut unterscheidet sich von den Kleidern.

Wenn wir damit fortfahren, das zu analysieren, es so zu sehen, geschieht Meditation. Geschieht sie oder nicht? Wie viele hatten heute eine gute Meditation? Wir haben drei Dimensionen: Körper, Atem und Geist. Du beachtest das niemals. Der Körper ist die eine Dimension, der Atem eine andere, und das, was beobachtet und weiß, ist der Geist, eine weitere Dimension. Wenn du siehst, dass diese drei Dimensionen alle getrennt sind, geschieht etwas.

F.: Wohin sollen wir unsere Energie richten während des Schweigens? Wohin geht unsere Aufmerksamkeit, wenn wir draußen spazieren? Danke, Guruji.
Sri Sri Ravi Shankar: Zwei Dinge sind zu beachten: Beobachte die Natur und beobachte dich selbst, deinen eigenen Atem, deinen eigenen Körper. Und tue das mit so wenig Anstrengung wie möglich. Strenge dich nicht zu sehr an. In Ordnung? Ein klein wenig Gewahrsein genügt. Manche Leute strengen sich dabei zu sehr an. Sie bekommen Kopfschmerzen und werden so müde. Wir sollten das nicht tun. Der ganze Prozess geschieht mühelos, Sadhana ist völlig mühelos. Verstehst du das? Hm. Die einzige Anstrengung besteht darin, sicherzustellen, dass du nicht zu viel Nahrung zu dir nimmst. Wenn es zu gut schmeckt, musst du die Küche informieren. Bitte sie darum, es weniger schmackhaft zuzubereiten. Das ist das Problem, das Essen schmeckt zu gut, und dann bekommst du Lust, dir noch einmal davon zu nehmen. Wenn du nicht zu viel isst, bist du auf der sicheren Seite. Zu viel Nahrung bewirkt, dass du dich dumpf fühlst. Meditation kann dann nicht stattfinden. Du solltest dich mäßigen und die richtige Menge Essen zu dir nehmen. Fasten solltest du auch nicht.

F.: Guruji, wie kann man die Fähigkeiten der Leute, insbesondere ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessern?
Sri Sri Ravi Shankar:  Wichtig ist erstens: Sprich weniger, beobachte mehr. Zweitens: Sprich nicht allzu viel über deine Vorstellungen, sodass die Person es nicht verdauen oder aufnehmen kann. Bring´ nicht dauernd deine Ideen ein. Wir machen das manchmal und überprüfen noch nicht einmal, ob die andere Person es erfassen kann, ob sie es versteht oder nicht.
Drittens, langweile sie nicht mit deinen Misserfolgs- oder Erfolgsgeschichten. Beide werden andere langweilen, sowohl deine Misserfolgs- als auch deine Erfolgsgeschichten. Ich ging da hin, ich tat dies und jenes, und der Zuhörer wird sich sagen: „Oh, mein Gott, wann wird er endlich aufhören!“ Während du sprichst, kommt in deinem eigenen Geist jedoch eine so große Freude hoch, dass du die Fähigkeiten deines Gegenübers, was das Zuhören anbetrifft, völlig außer Acht lässt. Wir denken darüber überhaupt nicht nach, auch nicht darüber, ob die Person einen Bezug zu dem hat, was wir erzählen. Wie viele von euch können das bestätigen? Wir müssen so etwas beachten. Anstatt einer Person das zu erzählen, was dir gefällt, frage sie, was sie will, was sie mag. Manchmal erzählen wir alles, was wir mögen und nicht mögen.

Wer hat dich darum gebeten? Es handelt sich nicht um eine Steuerverwaltung, die dich draum ersucht, deine Vermögenswerte oder deine Errungenschaften zu deklarieren. Wir scheuen keine Mühe, all das, was wir erreicht haben, unsere Vorlieben und unsere Abneigungen auszudrücken. Für einen Zuhörer erscheinst du als eine sehr selbstbezogene Person. Je angenehmer und zentrierter du bist, desto mehr Personen werden dich lieben. Was meinst du dazu? Du solltest zentriert sein und nichts von der anderen Person erwarten.

Wir – in unserem Geist – wollen Anerkennung von anderen bekommen, wir wollen Wertschätzung von anderen, wir wollen das Wohlwollen der anderen. Diese Dinge sind es, die nicht zulassen, dass du sehr freundlich mit den Menschen bist. Wenn du in deinem Herzen sagen kannst: „Ich möchte nichts von dieser Person, ich muss nicht von ihr wertgeschätzt werden “, wirst du eine große Veränderung feststellen, die in dir geschieht. Dass du nichts von irgendeiner Person willst, geschieht nicht aus Arroganz. Es ist keine Arroganz. Verstehst du, was ich sagen will? Es gibt einen Unterschied zwischen Arroganz und dieser Sache. Wenn du arrogant bist, willst du immer noch eine gewisse Anerkennung, nicht wahr? Hier aber suchst du nicht nach Zustimmung oder nach Anerkennung von irgendjemandem. Du solltest dich daran erinnern, dass jedermann in seiner kleinen Welt gefangen ist.

F.: Lieber Guruji, kannst du uns erzählen, was du in tiefer Meditation erlebst?
Sri Sri Ravi Shankar: Nur mich selbst. Genauso wie Ärzte eine gewisse Ethik befolgen, tun das auch Gurus: Nicht über ihre Erfahrungen zu sprechen. Du würdest dich dann nämlich hinsetzen, die Augen schließen und sagen: „Oh, ich möchte diese Erfahrung auch machen, oh, Guruji ist in Samadhi, ich möchte diesen Zustand von Samadhi auch erleben.“ Nein.

F.: Guruji, wer sind die Arier? Bitte erkläre uns den Ursprung der verschiedenen Rassen, der Asiaten, der Europäer…
Sri Sri Ravi Shankar: Nun, die Anthropologen haben die ganze Logik und ihre Theorien.Es gibt viele, die zustimmen, nicht zustimmen und widersprechen. Es ist alles in den Geschichtsbüchern beschrieben, mein Lieber. So viele Theorien sind entstanden, kümmere dich nicht darum.  Manche Leute gehen davon aus, dass die Menschen an einem bestimmten Ort geboren sein müssen und sich später überall verbreitet haben. Es ist nicht zwingend, dass die Leute nur an einem Ort geboren wurden. Es können Geburten an zehn Orten gleichzeitig stattfinden. Warum muss es einen einzigen Ursprung geben? Das ist falsches Denken. Die Historiker der Vergangenheit kannten nur lineares Denken. Sie kannten nur einen Ursprung, und alles begann dort. Sie kannten die Vorstellung des sphärischen Denkens nicht. Es bedeutet, dass Leben zur gleichen Zeit an vielen Orten hätte erschaffen werden können. Ja? In den Puranas geht man davon aus, dass es nicht an einem einzigen Ort begann. Menschen wurden gleichzeitig an vielen Orten erschaffen. Das scheint die korrekte Ansicht zu sein, dass es nicht nur einen Ursprung oder nur eine Herkunft der Menschen gibt. In Sanskrit bedeutet „Arya” nobel, kultiviert, zivilisiert, gebildet. Es handelt sich also um eine gebildete, kultivierte Person. Die Aryas wurden als ehrenwerte Personen mit Mister oder Miss angeredet, wie alle gebildeten, kultivierten Personen. Das Wort Sir ist dem Wort Arya ähnlich. In allen Dramen im Sanskrit wird dieses Wort verwendet. In den Veden heißt es: Krinvantovishvamaryam”,  lass uns die ganze Welt Arya werden lassen. Das bedeutet, dass jedermann gebildet, kultiviert, zivilisiert werden soll.

F.: Soll ich die Sache in die Hand nehmen, wenn jemand mir Unrecht zugefügt hat, oder soll ich es der Natur überlassen, die Dinge richtigzustellen?
Sri Sri Ravi Shankar: Natürlich ist mehr Anstrengung, Mut und Intelligenz notwendig, um jemanden zu konfrontieren. Wenn du die Geduld aufbringen kannst, dann tue es. Wenn du das Gefühl hast, dass es dich zu viel kostet oder deine Nerven strapaziert, dann überlasse es der Natur.

F.: Lieber Guruji, wenn du die Wahl hast zwischen zwei ebenbürtigen Möglichkeiten, was ist dann der entscheidende Faktor, um die Wahl treffen zu können?
Sri Sri Ravi Shankar: Diese Frage stellt sich nur bei zwei Dingen: Bei deiner Arbeit oder bei deinen Beziehungen! Unter diesen Umständen gebe ich nur einen einzigen Rat: „Du wählst und hast meinen Segen.”

F.: Manchmal gelingt es mir sehr gut, meine Gedanken zu kontrollieren, an anderen Tagen funktioniert es selbst mit Yoga, Meditation und der Kriya nicht. Was kann ich tun? Danke.
Sri Sri Ravi Shankar: Hmmm. Hast du zu viele Gedanken? Wenn deine Darmbewegungen nicht in Ordnung sind, spielen auch die Gedanken verrückt. Dann hilft es dir, den Körper mit Hilfe von Ayurveda zu reinigen – Triphala könnte dir helfen. Zweitens sind Pranayama, Bhastrika, harte Arbeit, Übungen und Laufen auf dem Laufband gut. Und schlussendlich – lass´ die Gedanken einfach da sein. Warum willst du dich von ihnen befreien? Kämpfe nicht mit ihnen. Sie kommen und gehen. Das Beste ist, sich nicht mit ihnen zu beschäftigen. Ja? Diese anhaltenden Gedanken – die logischen Gedanken – stammen aus der einen Seite deines Gehirns. Die andere Seite des Gehirns ist für die Musik zuständig. Wenn du eine Veränderung möchtest, singe, beschäftige dich mit Musik. Aktivitäten, die sich in der anderen Gehirnhälfte abspielen, sollten helfen. Wenn aber eine bestimmte Angst oder ein bestimmter Wunsch dich immer wieder beeinträchtigen, übergib sie dem Göttlichen.

F.: Einwanderer aus den Ländern der dritten Welt müssen eine Menge Stress aushalten. Bitte gib uns ein paar Worte der Weisheit und Liebe mit in einer Zeit der Rassendiskriminierung und der Wirtschaftsschwäche.
Sri Sri Ravi Shankar: Hmm. Hab´ Vertrauen und wisse, dass das Beste geschehen wird. Und auch wenn es im Moment danach aussieht, als sei es nicht das Beste für dich, wird auf lange Sicht – wenn du dich selbst oder dein Leben betrachtest –  das geschehen, was das Beste für dich ist. Dieses Vertrauen solltest du haben. Es wird dir darüber hinweghelfen. Es kann auch dein Sankalpa, deine Absicht, stärken. Vielleicht zweifelst du: „Oh, habe dieses Problem, ich werde nicht erfolgreich sein.“ Dein eigener Zweifel kann sich so auswirken, als würdest du mit angezogener Bremse Auto fahren. Die Handbremse ist angezogen, und du fährst das Auto. Wisse also, dass in deinem Leben das Beste für dich geschehen wird. Das ist alles. Entspanne dich. In Ordnung?

F.: Lieber Guruji, bitte erzähle uns etwas über Shiva. Ich bin ein Verehrer Shivas, und er hat mich zu Art of Living und zu dir gebracht.
Sri Sri Ravi Shankar: Shiva ist das Prinzip, aus dem alles hervorgegangen ist, wohin alles zurückgehen wird. Du kannst Shiva nicht entgehen. Shiva Tattva bedeutet das Shiva Prinzip. Shiva ist keine Person. Shiva ist der Raum, das Bewusstsein. Um das klarzumachen, wird Shiva blau dargestellt. Blau entspricht dem Himmel. Weißt du, die Beschreibung von Shiva ist so wunderschön (rezitiert einen Vers auf Sanskrit). Shiva ist Befreiung, Befreiung von allem. Shiva ist der Herr, der Mächtigste, Shiva ist allgegenwärtig und dehnt sich überall aus. Es gibt keinen Ort, an dem er nicht vorhanden ist. Er ist dort, wo alles Wissen gegenwärtig ist, er ist dieses Bewusstsein, dieser Raum. Er hat keine Eigenschaften und wurde niemals geboren. Es ist ein Zustand von Samadhi, wo es außer dem inneren Himmel des Bewusstseins nichts gibt. Das ist Shiva.
Da gibt es Wachsamkeit, aber kein Handeln. Um die Wachsamkeit darzustellen, wird Shiva eine Schlange um den Hals gelegt. In seinen Händen hält er einen Dreizack, was bedeutet, dass er die drei Zustände des Wachseins, des Träumens und des Schlafens überwunden hat. Er befindet sich in einem vierten, völlig wohlwollenden Zustand. Es ist dieser eine Zustand, den die Wissenschaftler heute als „der dunkle Raum“, „die dunkle Energie“ bezeichnen, und in dem alles im Universum existiert. Die Sonne, der Mond, die Sterne, alles existiert in diesem einen festen Zustand des Bewusstseins.

F.: Guruji, wenn wir unsere Übungen, die Meditation und die Kriya zusammen machen, werden wir vom schlechten Karma und der Negativität der anderen beeinträchtigt?
Sri Sri Ravi Shankar: Nein, nein, nein, auf keinen Fall. Mach´ dir keine Sorgen. Wenn du das Gefühl hast, die Depression oder die negative Energie von jemand anderem wirke sich auf dich aus, sag´ einfach einige Male Om Namah Shivaya. Dann ist es vorbei. So etwas kann passieren. Wenn jemand stark depressiv und nicht in Form ist, fühlst du es möglicherweise, wenn du ihm begegnest. Wie viele von euch fühlen, dass etwas mit ihrem eigenen Körper geschieht, wenn sie sehr depressiven Menschen begegnen? Om Namah Shivaya, Jai Gurudev – und es verschwindet.

F.: Guruji, ich möchte mich mit der ganzen Welt anfreunden, aber mein Geist ist ein Hindernis, ein großes Hindernis.
Sri Sri Ravi Shankar: Freunde dich mit dem Geist an. Ja? Wenn du ihn als Hindernis betrachtest, wird er ein Hindernis sein. Wenn du ihn als Freund betrachtest, wird er ein Freund sein.

F.: Wie kann man Gedanken über die Vergangenheit, die immer wiederkommen, loslassen?
Sri Sri Ravi Shankar: Tue Folgendes: Umarme den Gedanken liebevoll. Versuch´ nicht, ihn loszuwerden. Du wirst sehen, dass er verschwinden wird.

F.: Was kann man tun, um ein gebrochenes und verlassenes Herz hinter sich zu lassen? Danke, ich liebe dich.
Sri Sri Ravi Shankar: Du bist am richtigen Platz. Weißt du was, du musst dir über deinen Tod bewusst sein, musst wissen, dass du eines Tages sterben wirst. Das ist alles. Das ganze Drama wird zu Ende sein. Wo bleibst du? Wach´auf, wach´auf! Wir werden alle eines Tages enden. Alles wird zu Ende sein. Beeinträchtigt dich etwas allzu sehr? Das geschieht, weil du vergessen hast, dass du sterben wirst. Das Wissen über den Tod, oder auch nur das Bewusstsein, dass wir eines Tages sterben werden, dass alles enden wird, wird dazu führen, dass nichts mehr dich beunruhigen kann. Hast du das verstanden?

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