Glück kann nur durch Geben entstehen

F.: Guruji, wenn wir einem Pfad folgen, können wir auch Bücher von anderen spirituellen Meistern lesen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ja, das ist in Ordnung, solange es dich nicht verwirrt. Wenn du zu viel liest, bringt dich das nur durcheinander. „Pothi pad -pad jug mua Pandit bhaya na koi, Dhai akshar prem ke pade so Pandit hoye“: Das bedeutet nicht, dass du nichts lesen solltest. Lies ein wenig, aber nicht allzu viel.

F.: Jai Gurudev Guruji, wie kommt es, dass alle spirituellen Führer Bärte tragen?
Sri Sri Ravi Shankar: Das ist eine Uniform. Entweder alle tragen ihn oder keiner. Leg‘ keinen Wert auf Äußerlichkeiten, höre auf deine innere Stimme. Dann wirst du es wissen. Nur weil jemand einen Bart wachsen lässt und seinen Kleidungsstil wechselt ist er noch kein Heiliger und noch kein Swami. Wenn du ruhig wirst, kannst du feststellen, ob es mit der Person etwas Besonderes auf sich hat, ob  Glück vorhanden ist, Freude oder besondere Schwingungen. Du wirst fähig sein, das wahrzunehmen. Es gibt Tausende von Menschen, die einfach ihre Kleider wechseln und umhergehen. Das an sich bedeutet gar nichts, verstehst du? Verlass dich also nicht auf die äußere Erscheinung. Wenn ich morgen meinen Bart und sonst alles entferne, wirst du mich trotzdem erkennen, nicht wahr? Das Herz ist fähig, zu erkennen. Deinen Lebenspartner, deinen Guru kannst du nicht über die äußere Erscheinung erkennen, sondern mit deinem Herzen. Etwas geschieht in deinem Herzen, du fühlst, dass der andere Mensch ehrlich und gut ist, dass er zu dir gehört. Werde also ruhig.

F.: Guruji, bitte sage mir, ob wir die Vollmondmeditation auch in einer mondlosen Nacht machen können.
Sri Sri Ravi Shankar: Die Vollmondmeditation heißt so, weil du den Mond betrachtest, die Augen schließt und meditierst. Bei Neumond kannst du den Mond überhaupt nicht sehen. Wenn du ihn dir aber vorstellen möchtest und meditieren willst, ist das in Ordnung, du kannst es tun. Irgendwie wird dein Geist aber sagen, dass kein Mond da ist. In der Meditation sagen wir, dass wir im Mondlicht baden, und wenn du das nur oberflächlich meinst, ist es falsch. Es gibt so viele andere Meditationen, die man an den anderen Tagen durchführen kann. Wähle also an den Tagen ohne Mond eine andere Meditation.

F.: Guruji, können Halbgötter, Pitra Devatas oder du wütend auf uns werden?
Sri Sri Ravi Shankar: Nun, über die Devis und Devatas kann ich nichts sagen, aber ich selbst werde nicht wütend auf dich. Bin ich so dumm, wütend zu werden und mich aufzuregen, wenn du einen Fehler begehst? Nein, ganz und gar nicht. Ich habe hingegen Mitgefühl, wenn du immer und immer wieder Fehler begehst und dadurch dein wundervolles Leben verschwendest. Das verletzt mich, macht mich jedoch nicht wütend. Wenn du einen Fehler nicht begehen willst, weil Guruji ärgerlich wird, dann denk wirklich, dass ich ärgerlich darüber werde.

F.: Es gibt viele Geschichten von Frauen wie Sati Savitri, Anasuya, Arundhati, usw. Sie alle sind Patnivratas (ihrem Ehepartner treu), das hörte ich von Kindheit an. Ich hörte jedoch niemals irgendwelche männlichen Namen in diesem Zusammenhang.

Sri Sri Ravi Shankar: Warum, Laksham, Ram, sie waren alle Patnivratas. Ram sagte: „Ich werde niemanden ansehen außer meiner Frau Sita“ und damit begannen die ganzen Probleme. Surpanakha erschien und wollte Lakshman heiraten, aber er lehnte es ab. Hätte er sie geheiratet, wäre kein Krieg in Lanka ausgebrochen. Es wäre zum Haus seiner Schwiegereltern geworden. Aber er sagte: „Nein, ich bin schon mit Urmila verheiratet und werde nicht noch einmal heiraten.“ Ramayana begann aus diesem Grund, wegen den Patnivratas. In der damaligen Zeit hatte sein Vater drei Frauen, aber Laksham weigerte sich zu heiraten, weil er schon eine Frau hatte. Auch Ram sah, wie sein Vater dauernd verhandeln musste, weil er dreimal geheiratet hatte, und beschloss, es bei einmal bewenden zu lassen.

F.: Lieber Guruji, erläutere uns die Bedeutung der Flüsse in unserer Kultur oder in unserer Religion.
Sri Sri Ravi Shankar: Weißt du, Flüsse werden in unserer Kultur als sehr heilig betrachtet. Unsere ganze Zivilisation ist an den Ufern von Flüssen entstanden. Überall in der Welt ist das so, in England am Ufer der Themse, in Deutschland am Ufer des Rheins; alle Schlösser befinden sich in der Nähe des Rheins. Wasser ist für unser Leben wichtig. Ohne Wasser gibt es kein Leben. In alten Zeiten wurden die Städte also an den Ufern von Flüssen gebaut.
In unserem Land wurden auch Bußen am Ufer eines Flusses abgehalten. Jeder Fluss ist wegen besonderer Ereignisse bekannt, wie zum Beispiel der Ganges für das Wissen bekannt ist. Alle Rishi Munis haben Tapasya (asketische Disziplinen) am Ufer des Ganges durchgeführt. Alle Liebesgeschichten erblühten am Ufer des Yamuna. Sri Krishna spielte Rasa Leela am Ufer des Yamuna. Der Fluss Narmada ist bekannt für Hingabe (Bhakti),  Wissen und Logik, der Fluss Saraswati für Glanz und Architektur, der Sindu für seine besondere Kultur; die Sindi Kultur ist an den Ufern dieses Flusses entstanden. Der Brahmaputra Fluss ist der einzige männliche Fluss. Alle anderen sind weiblich. Denn Brahmaputra war gar nicht sanft, niemals, er war immer ein stürmischer Fluss. Er änderte immer wieder seinen Kurs und verursachte viele Sorgen. Deshalb bezeichnete man den Brahmaputra als männlich, als einen sehr arroganten, unnachgiebigen Fluss. Flüsse galten also immer als heilig, und die Menschen pflegten sie niemals zu verunreinigen. Wenn sie in die Nähe des Flusses kamen, verbeugten sie sich zuerst und gingen mit den Füßen hinein, spuckten aber niemals in das Wasser des Flusses. Auch heute noch unterlassen das die Dorfbewohner, um den Fluss Ganges nicht zu verunreinigen. Sie urinieren auch nicht in den Fluss, sondern gehen dafür woanders hin. Sie betrachten das Wasser des Flusses als sehr heilig. Wenn für dich etwas heilig ist, schützt und ehrst du es und sorgst dafür, dass es nicht verunreinigt wird. Heutzutage ist das oft nicht mehr der Fall. Wir haben es vergessen und werfen alles in den Fluss hinein. Wir dürfen so etwas nicht tun, sondern müssen den Fluss rein halten. Der ganze Dreck einer Stadt gelangt in den Fluss. Der Ganges wird sehr schmutzig, wenn er von Gangotri kommt und Kanpur erreicht, oder sogar schon davor. Nach Haridwar kannst du das Wasser nicht mehr in den Mund nehmen, es ist nicht mehr sauber genug, es zu trinken ist unmöglich geworden. Leider hat sich das so entwickelt. Wir sollten nur Dinge wie rohen Reis oder Blumen in den Ganges werfen, sonst nichts. Plastik, Kleider und all diese Dinge gehören nicht in den Fluss hinein.

F.: Lieber Guruji, ich mache die Sudarshan Kriya täglich, aber ich kann die Veränderungen, die ich erwartet habe, nicht erkennen. In mir ist immer noch sehr viel Negativität. Was soll ich tun?
Sri Sri Ravi Shankar: Was für Veränderungen erwartest du? Setz dich ein wenig mit deinem Lehrer zusammen, mach‘ DSN, höre die Ashtavakra Gita. Die Negativität wird verschwinden, sie wird mit Sicherheit nicht in dir bleiben.

F.: Guruji, was muss ich tun, damit ich im nächsten Leben deine Tochter bin?
Sri Sri Ravi Shankar: Meine Tochter! Lass Liebe Liebe sein, gib ihr keinen Namen. Alle Beziehungen sind zeitlich begrenzt, aber die Liebe ist ewig, sei also einfach friedvoll und glaube daran, dass ich zu dir gehöre. Am Tag meiner Geburt habe ich erklärt, dass ich zu dir gehöre. Indem ich das sagte, ist es auch geschehen, und du musst wissen, dass ich zu dir gehöre. Es gibt nichts anderes. Sei einfach glücklich und bringe anderen Glück. Durch deine Liebe kannst du alles gewinnen. Gib dir also alle Mühe. Jeder Mensch lebt das Leben so, wie er es versteht. Nicht jeder kann das Leben auf deine Weise leben. Jeder hat seinen Weg, alle schlagen auf ihre eigene Trommel, manchmal im Takt, manchmal auch nicht. Wenn sie aus dem Takt geraten, musst du ein wenig Geduld haben und darum beten, dass sie wieder in den Takt kommen, und du wirst sehen, dass es geschieht. Es ist alles eine Frage der Zeit. Wenn die Zeit gut ist, werden sogar deine Feinde zu deinen Freunden, und wenn die Zeit schlecht ist, handeln selbst deine Freunde wie Feinde. Du musst das im Geist behalten. Wenn du dich daran erinnerst, kann niemand dich beunruhigen. Es ist also nicht schwierig, deine schlechten Zeiten in gute Zeiten umzuwandeln. Das wird geschehen, wenn du meditierst, betest, loslässt und Mantren singst. Höre dir die Mantren „Om Namah Shivaya“ oder „Om Namo Narayana“ an. Mach‘ das während einiger Zeit und du wirst sehen, wie die Situationen und die Umgebung sich ändern. Sag‘ einfach „Jai Gurudev“!

F.: Ist es eine Sünde, wenn wir Insektenvernichtungsmittel benutzen, um Insekten und Moskitos zu töten?
Sri Sri Ravi Shankar: Tue es in Maßen. Du musst nicht alle Insekten zerstören, aber manchmal wird es sich nicht vermeiden lassen. Benutze natürliche Mittel, die niemandem schaden.

F.: Warum dürfen Frauen nicht an Pujas – zum Beispiel an Navaratri –  teilnehmen, wenn sie ihre monatliche Blutung haben?
Sri Sri Ravi Shankar: Weißt du, in alten Zeiten war man dafür besorgt, dass die Frauen sich vollständig ausruhten, weil sie zu Hause die ganze Arbeit machten und nicht aufhörten, wenn sie einmal begonnen hatten. Hast du es schon bemerkt? Deine Mutter hört bei dir zu Hause nicht mit der Arbeit auf, bis alles fertig ist. Sie wacht als Erste auf, und geht als Letzte schlafen, wenn alle schon zu Bett gegangen sind. Sie arbeitet den ganzen Tag, nicht wahr? Sie tut alles, schließt alles ab, gibt allen Familienmitgliedern Milch und geht erst nach dem Reinigen der Küche zu Bett. So war es auch in früheren Zeiten. Am Morgen wurde nach dem Aufwachen zuerst das Haus geputzt und dann Rangoli (Dekorationen) gemacht. All diese Dinge gehörten zu den Aufgaben einer Frau. Wenn sie also ihre Regel bekamen, sagten die Rishi Munis, sie sollten während drei Tagen nichts tun, nicht in die Küche gehen, sondern nur ausruhen. Es wurde in diesem Kontext gesagt, aber im Laufe der Zeit bekam es eine andere Bedeutung. Die ganze Vorstellung dahinter war, den Frauen völlige Ruhe zu ermöglichen.

F.: Wenn unser Schicksal von einer höheren Macht bestimmt wird, in welchem Ausmaß sind wir dann für unsere Taten verantwortlich?
Sri Sri Ravi Shankar: Wer sagt, dass eine höhere Macht dein Schicksal bestimmt? Du selbst bestimmst über dein Schicksal.

F.: Geschehen Wunder im Leben von allen Menschen, oder wissen wir das nicht?
Sri Sri Ravi Shankar: Frag jeden um dich herum. Wenn sie aus dem Schweigen kommen, werden sie dir sagen, dass Wunder geschehen. Hebt die Hand, wenn ihr glaubt, dass Wunder geschehen. Siehst du, sie geschehen in jedermanns Leben. Dort, wo es Liebe und Vertrauen gibt, werden immer Wunder geschehen.

F.: Wie kann ich herausfinden, was genau mir Zufriedenheit und wirkliche Erfüllung im Leben bringen wird?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn du es erreichst, wirst du es wissen. Es gibt zwei Arten von Glück. Die eine Art entsteht, wenn du etwas erhältst, die andere, wenn du gibst. Kinder werden zum Beispiel so glücklich, wenn du ihnen Süßigkeiten in die Hand legst. Das ist das Glück, etwas zu bekommen. Die Erwachsenen im Haus – zum Beispiel die Großmutter und der Großvater – bereiten verschiedene Arten von Nahrungsmitteln zu, wenn ihre Enkel sie besuchen, und geben sie allen. Das macht sie glücklich. Die Älteren freuen sich, wenn sie etwas geben können. Reife Freude entsteht durch Geben. Wenn du anderen nicht gibst, kannst du also keine Erfüllung oder Freude erfahren. Wenn du nur nimmst, kannst du nicht zufrieden sein. Zufriedenheit ist nur möglich, wenn du gibst. Die Menschen wollen Zufriedenheit erlangen, indem sie nehmen und den Dingen nachjagen, aber auf diese Weise ist Zufriedenheit nicht zu erreichen. Das ist der Grund, warum die Menschen nicht zufrieden sind. Glück kommt durch Geben.

F.: Guruji, ist Moksha in diesem Leben möglich?
Sri Sri Ravi Shankar: Ja, mit Sicherheit!

F.: Guruji, warum können wir so oft unseren eigenen Leuten nicht trauen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ein Grund dafür ist, dass du sie zu gut kennst. Deshalb kannst du ihnen nicht vertrauen. Oder aber, du fühlst dich ihnen nicht zugehörig und traust ihnen aus diesem Grund nicht.

F.: Wenn ich mich auf mein Examen vorbereite, setze ich mir Ziele, was und wie ich lernen soll, aber ich lasse mich immerzu ablenken und lerne nur die halbe Zeit. Was soll ich tun, Guruji?
Sri Sri Ravi Shankar: Nimm dir zwischendurch etwas Zeit zum Entspannen, höre Musik. Iss richtig, denn manchmal hat es mit dem Essen zu tun, das du zu dir nimmst. Junk food kann deinen Geist blockieren. Hab‘ Vertrauen, dass alles gut wird, das ist das Wichtigste. Dann das Gebet: Nur das Beste wird geschehen. Gutes Essen, Ruhe, Pranayama und Yoga – das alles wird helfen.

F.: Guruji, manchmal habe ich zu wenig und manchmal zu viel Vertrauen. Wie kann ich das ändern und einfach nur vertrauensvoll sein?  
Sri Sri Ravi Shankar: Weißt du, du solltest ein wenig variieren. Sonst wird es zu langweilig. Du verlierst das Vertrauen nur manchmal, oder? Das ist in Ordnung, und dann wirst du beten. Wenn du die ganze Zeit Vertrauen hast, wirst du vergessen zu beten. Die Natur hat alles gut eingerichtet.

F.: Guruji, jeder, der mich trifft, zieht mich an den Wangen. Was soll ich tun?
Sri Sri Ravi Shankar: Spanne dich deshalb nicht an. Du musst wirklich süß sein, wenn jedermann dich an den Wangen zieht.

F.: Guruji, wie kann ich meinen Ärger unter Kontrolle bringen? Ich bin eine sehr aufbrausende Person.
Sri Sri Ravi Shankar: Zuerst einmal solltest du dich nicht etikettieren. Du solltest dich nicht als aufbrausend bezeichnen, dann kannst du es verbessern.

F.: Guruji, wenn jemand uns entmutigt oder enttäuscht, wie sollen wir mit der Situation umgehen ?
Sri Sri Ravi Shankar: Bewege dich mit mehr Eifer und Enthusiasmus.

F.: Wie kann ich meine Computerabhängigkeit und Abhängigkeiten von anderen Geräten überwinden?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn du es willst, kannst du es auch. Wisse, dass du es für eine Woche schaffen kannst. Du wirst nicht länger als eine Stunde am Computer sein. Nicht eine Minute länger als eine Stunde! Mach ein solches Gelöbnis für eine Woche, und es wird dir gelingen.

F.: Guruji, wenn Gott eine so gewaltige Macht hat, warum zerstört er dann nicht all die schlechten Dinge auf einmal, anstatt auf die richtige Zeit zu warten?
Sri Sri Ravi Shankar: Was würdest du denn dann noch tun? Du würdest keinen Job mehr haben. Er möchte, dass du einen Job hat, mein Lieber!

F.: Guruji, was sollte ein Mädchen tun, wenn sie vergewaltigt wird? Wie kann ich ihr helfen?
Sri Sri Ravi Shankar: Hilf ihr, Vertrauen zu gewinnen. Hilf ihr, in die Zukunft weiterzugehen. Natürlich wird das vergangene Trauma sie beeinträchtigen. Yoga, Kriya und Meditation sind deshalb wichtig für sie. Das alles wird helfen, die vergangenen Erinnerungen auszulöschen und sie zu einem helleren Leben zu bringen.

F.: Guruji, meine Eltern unterschätzen mich immer, und das schwächt meinen Enthusiasmus, etwas zu tun. Wie soll ich damit umgehen?
Sri Sri Ravi Shankar: Es gibt andere Leute, die dich ermutigen, nicht wahr? Halte dich an die Ermutigungen der anderen Menschen. Elternn sind nicht immer fähig, dich zu ermutigen. Manchmal geschieht das, weil du nicht genügend lernst. Sie machen sich ein wenig Sorgen. Versuch‘, sie zu verstehen und geh‘ weiter. Egal, was andere sagen, dein Leben liegt in deinen Händen. Denk‘ über all das nach, was für dein Leben notwendig ist und tue es.

F.: Guruji, man sagt, wir sollen unsere Eltern respektieren und das tun, was sie von uns erwarten. Was aber, wenn sie im Fehler sind und stur? Manchmal stimmen meine Gedanken nicht mit den ihren überein. Meine Mutter steht zwischen mir und meinem Vater, der sehr dickköpfig ist.  
Sri Sri Ravi Shankar: Diese Frage ist zu allgemein. Wenn ich dir so allgemein antworte, wirst du meine Antwort bei verschiedenen Vorkommnissen anwenden, und dafür gebe ich dir keinen Raum. Manchmal sind die Eltern im Recht, manchmal du. Du musst ein Gleichwicht finden. Hör zu, was sie zu sagen haben, und wenn es überholt ist und du denkst, etwas anderes sei richtig, dann mach‘ einen Kompromiss. Harmonie ist sehr wichtig. Du kannst das, was die Eltern sagen, nicht einfach die ganze Zeit als Unsinn abtun, auf der anderen Seite kannst du auch nicht alles als die absolute Wahrheit anerkennen.

F.: Manchmal begegne ich Menschen bei Art of Living, die mir sehr vertraut erscheinen, auch wenn ich sie zum ersten Mal treffe. Es besteht eine unbekannte Verbindung, selbst dann, wenn ich nicht mit ihnen spreche. Was ist das für eine Verbindung, Guruji, stammt sie aus dem letzten Leben?
Sri Sri Ravi Shankar: Es ist gut, sich darüber Gedanken zu machen.  Ich werde es dir überlassen, darüber zu staunen.

F.: Wenn wir dich sehen, fühlen wir uns ganz. Erzähle uns bitte, was du für all deine Devotees empfindest.
Sri Sri Ravi Shankar: Das ist gut. Ich bin froh, wenn ihr glücklich, auf dem richtigen Pfad und mit dem richtigen Wissen seid, wenn ihr Sadhana, Seva und Satsang macht. Das ist für euch alle und für jedermann sehr gut.

F.: Guruji, wie kann man seine Intuition klar erkennen? Welches ist die beste Methode dafür, und wie kann man vergangene Ereignisse hinter sich lassen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ein tiefes Gefühl der Akzeptanz. Es macht keinen Sinn, nachträglich auf das einzugehen, was geschehen ist und es zu hinterfragen. Es ist meistens verlorene Zeit, wenn du damit beginnst, die Vergangenheit zu analysieren. Die Zukunft kannst du nicht hinterfragen weil noch nichts geschehen ist. Wenn du also eine tiefe Akzeptanz für die Vergangenheit entwickelst und der Gegenwart dynamisch gegenübertrittst, wird eine neue Dimension in deinem Leben auftauchen.

F.: Oft hört ein Filmlied nicht auf, in meinem Geist zu ertönen. Dadurch geht meine Energie verloren und mein Nervensystem wird schwach. Wie komme ich da wieder heraus?
Sri Sri Ravi Shankar: Mach‘ einen Fortgeschrittenenkurs oder einen Meditationskurs für Fortgeschrittene.

F.: Ich vertraue den Menschen sehr leicht, und werde im Nachhinein verletzt. Was soll ich tun?
Sri Sri Ravi Shankar: Diese Vorstellung, „den Menschen leicht zu vertrauen“ hat bereits Zweifel in deinem Geist bewirkt. Verstehst du, was ich meine?

F.: Guruji, wer hat Gott erschaffen, und warum ist Gott so mächtig?
Sri Sri Ravi Shankar: Also wirklich! Wer hat Gott erschaffen? Wir haben Gott erschaffen, die Anhänger haben Gott erschaffen. Gott kann nur da sein, wenn die Anhänger da sind.

 

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