Sei empfindsam deiner Umwelt gegenüber

22. April 2011, Kanada

Heute feiern wir den Tag der Mutter Erde. Lasst uns das Versprechen abgeben, die Umgebung zu nähren und für sie zu sorgen.

Entwicklung ist eine zwingende Notwendigkeit. Eine kurzsichtige Herangehensweise ist jedoch oft die Ursache von großem Schaden. Eine nachhaltige Entwicklung ist es, die uns die langfristigen positiven Auswirkungen und den Nutzen eines Programms aufzeigt.
Eine kurzsichtige Entwicklung ist eine Katastrophe. Natürliche Ressourcen ohne langfristige Voraussicht zu vernichten wird die Ökologie zerstören, welche die Quelle des Lebens ist. Das Ziel der Entwicklung sollte sein, Leben zu unterstützen und zu erhalten. Alle Entwicklungsprojekte werden Ökologie, Soziologie und Psychologie berücksichtigen müssen, wenn sie eine größere Vision vor Augen haben wollen. Dann wird der Entwicklungsprozess zu einer bewussten Bemühung, den Planeten und seine Ressourcen zu schützen. Die Gesundheit unseres Planeten ist von herausragender Bedeutung.

Umweltbewusstsein ist dem menschlichen Organismus eigen. Die Natur (Prakriti) wurde in Indien schon immer angebetet; Berge, Flüsse, die Sonne, der Mond, die Bäume wurden verehrt. Tatsächlich haben alle alten Kulturen überall auf der Welt eine tiefe Verehrung der Natur gegenüber zum Ausdruck gebracht. Für sie konnte man Gott nicht in Tempeln oder Kirchen finden, sondern der Natur innewohnend. Erst wenn wir uns von ihr entfernen, beginnen wir, die Natur zu verschmutzen. Heutzutage besteht die dringende Notwendigkeit, den alten Brauch, die Natur zu ehren und zu erhalten, wiederzubeleben.

Viele Menschen vertreten die Ansicht, Umweltschäden seien ein unvermeidliches Nebenprodukt des technologischen Fortschritts. Das ist jedoch nicht notwendigerweise so. In Wirklichkeit kann nachhaltiges Wachstum nur dann gewährleistet werden, wenn die Umwelt geschützt wird. Wissenschaft und Technologie sollten nicht als umweltfeindlich betrachtet warden. Wir sollten uns vielmehr darum bemühen, Wege zu finden, die Harmonie in der Umwelt zu erhalten und gleichzeitig Fortschritte in Wissenschaft und Technologie zu ermöglichen. Darin besteht die größte Herausforderung dieses Jahrhunderts.

Beobachte einfach die Natur. Die fünf Elemente der Natur sind gegensätzlich. Das Wasser löscht das Feuer, das Feuer verbraucht die Luft. Weiterhin gibt es so viele verschiedene Spezies in der Natur – Vögel, Reptilien, Säugetiere – die sich feindlich gegenüberstehen. Die Natur stellt das Gleichgewicht jedoch wieder her. Wir sollten von der Natur lernen: Wie sie Abfall abbaut und etwas Besseres daraus hervorbringt. Es sind nicht Technologie und Wissenschaft, die eine Gefahr bedeuten, sondern der Abfall, der durch technologische und wissenschaftliche Prozesse erzeugt wird.

Wir müssen Methoden finden, um den Abfall zu entsorgen, und umweltfreundliche Verfahren entwickeln, wie zum Beispiel die Nutzung von Solarenergie. Die Rückkehr zu den traditionellen Methoden einer biologischen und chemiefreien Landwirtschaft hat noch einen langen Weg vor sich, um den Boden für eine gesunde Entwicklung vorzubereiten. Tradition, Technologie, Gewerbe und Wahrheit sind die vier Schlüsselfaktoren, die von Zeit zu Zeit wiederbelebt werden müssen. Wenn das nicht geschieht, geht die ganze Bedeutung verloren, deretwegen sie eingeführt worden sind. Alte und moderne Methoden sollten zusammenwirken. Trotz der Fortschritte im Bereich von Chemikalien und Düngemittel, sind Urin und Dung von Kühen immer noch unter den besten Mitteln zu finden, um Getreide anzubauen. Mehrere Studien haben bestätigt, dass natürliche Landwirtschaft zu einer besseren Ernte führt.

Die modernste muss nicht unbedingt auch die wirtschaftlich praktikabelste oder wirksamste Technologie sein. Wir müssen ihren Verdiensten auf den Grund gehen. Nur weil etwas neu ist, muss es noch lange nicht gut sein; und nur weil etwas alt ist, muss es noch lange nicht verworfen werden.

In einer Gesellschaft, in der Stress und Gewalt herrschen, kann keine nachhaltige Entwicklung stattfinden. Ein Körper, der frei von Krankheiten ist, ein stressfreier Geit, eine gewaltfreie Gesellschaft und eine giftfreie Umwelt sind lebenswichtige Voraussetzungen für eine nachhaltigen Entwicklung. Wenn wir immer mehr Krankenhäuser und Gefängnisse eröffnen müssen, weil die Gesellschaft sich weiterentwickelt, verheißt das nichts Gutes. Mehr Krankenhausbetten und mehr Gefängnisse sind keine Zeichen des Fortschritts.

Eine nachhaltige Entwicklung bedeutet auch das Ausbleiben jeglicher Art von Verbrechen. Die Umwelt zu zerstören, Bäume zu fällen, Giftmüll abzustoßen, nicht wiederverwertbare Materialien zu verwenden, all das gehört ebenfalls zu den Verbrechen. Die Umwelt ist unser erster Körper, es folgen der physische Körper und der Geist, die mentale Hülle. Du musst alle drei Ebenen berücksichtigen.
Tatsächlich ist die menschliche Gier der größte Schadstoff. Gier hält Menschen davon ab, mit anderen zu teilen. Sie blockiert auch den Umweltschutz. Diese starke Gier bringt den Menschen dazu, nach schnellem Profit und schnellen Resultaten zu streben. Sie verschmutzt nicht nur die grobstoffliche, physische Umgebung, sondern verunreinigt auch die feinstoffliche Atmosphäre. Sie fördert negative Emotionen im feinstofflichen Geist. Diese negative Schwingungen haben Unruhe in der Gesellschaft zur Folge. Diese negativen Gefühle wie Hass, Wut und Eifersucht sind die Grundursache aller Katastrophen und des Elends in der Welt, sei es nun wirtschaftlicher, politischer oder sozialer Natur.
Man sollte die Menschen dazu anregen, den Planeten als heilig zu betrachten, die Bäume und die Flüsse als heilig zu behandeln, die Menschen als heilig zu behandeln, und Gott in der Natur und in den Menschen zu sehen. Das fördert die Sensibilität, und eine sensible Person kann gar nicht anders, als für die Natur zu sorgen. Es ist mangelnde Sensibilität, die eine Person dazu bringt, gefühllos mit der Umwelt umzugehen. Ein sensibler Mensch wird die Umwelt nähren und dadurch Umweltverschmutzung verhindern.

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