Wahrheit, Unendlichkeit, Weisheit und Gott

Wahrheit, Unendlichkeit, Weisheit und Gott sind vier Facetten des Wissens

Bangalore, Indien, 3. Januar 2011

F.: Wenn eine Person denkt, dass sie nichts gut genug tut, wie soll sie dann in ihrem Leben klarkommen?

Sri Sri Ravi Shankar: Bleib einfach für kurze Zeit hier und sei dir bewusst, dass Gott keinen Müll erschafft. Jeder Mensch, der auf diesem Planeten erschaffen wurde ist für irgendetwas gut.

F.: Was ist größer, moksha oder Liebe und Dankbarkeit?
Sri Sri Ravi Shankar: Liebe und Dankbarkeit können nicht geschehen ohne eine gewisses Maß an innerer Freiheit. Moksha ist Freiheit. Sie gehen Hand in Hand. Das Ausmaß deiner Dankbarkeit entspricht dem Ausmaß der Freiheit, die du erfährst.

F.: Seit das Universum erschaffen wurde, gab es Seelen. Ich frage mich, ob es mehr werden oder ob die Anzahl gleich bleibt. Ich verstehe die Mathematik der Seelen nicht.
Sri Sri Ravi Shankar: Es gibt auch eine Menge Spezies, die aussterben! Viele Schlangen, Skorpione, Spatzen, Schmetterlinge… Es wäre möglich, dass sie als Menschen wiederkommen.

F.: Bitte erleuchte die letzte shloka des zehnten Kapitels der Bhagavad Gita ein wenig.
Sri Sri Ravi Shankar: Lord Krishna sagt zu Arjuna: „Was immer du in dieser Welt siehst, es ist alles ein kleiner Teil von mir. Jeder Verdienst, den du erkennst, ist nur auf mich zurückzuführen. Ich bin jegliche Intelligenz, die du bei irgendjemandem wahrnehmen kannst. Ich bin auch jeglicher Mut, den du in irgendjemandem siehst. Die ganze Welt widerspiegelt sich in einem kleinen Teil von mir.

F.: Viele Leute sagen, dass Lord Hanuman immer noch im Himalaya existiert. Ist das wahr?
Sri Sri Ravi Shankar: Weißt du, in diesem Universum ist alles wie eine Welle. Es gibt hier nichts Festes. Wenn du einen Quantenphysiker triffst, wird er dir sagen, dass alles, was da zu sein scheint, in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Im Feinstofflichen sind alle Energien vorhanden. Lord Hanuman ist keine Person, die irgendwo sitzt. Das Hanuman-Bewusstsein befindet sich in der Lebensenergie selbst.

F.: Ist Selbsterkenntnis eine Reise oder ein Ziel? Wenn wir irgendwo ankommen, erfahren wir, dass wir angekommen sind oder müssen wir weitergehen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ja. Es ist beides. Einerseits ist es eine Reise, andererseits ist es das letzte Ziel. Du bist so zufrieden, dass du nichts brauchst. Es gibt keine Bedürfnisse mehr, und wir fühlen uns so vollständig. Es kommt eine so starke Zufriedenheit hoch, dass du dich so vollständig fühlst! Du hast dieses Lächeln, das niemals nachlässt, und es geschieht völlig mühelos.

F.: Wie kann man sich vor der Negativität der anderen schützen?

Sri Sri Ravi Shankar: Du kannst Om Namah Shivaya singen! Jai Gurudev reicht auch.

F.: Was ist der Unterschied zwischen dem Geist und der Seele?
Sri Sri Ravi Shankar: Gedanken machen den Geist aus, die Seele ist in allem, was geschieht.

F.: Warum heiratet man? Was ist das Geheimnis einer erfolgreichen Ehe?
Sri Sri Ravi Shankar: Eine erfolgreiche Ehe besteht dann, wenn beide glücklich sind. Dann werden auch die Kinder glücklich sein. Du wählst! Die Wahl liegt bei dir, meinen Segen hast du. Das ist eine Wahl, die du nicht mit deinem Kopf triffst. Wenn in Zukunft etwas passt, dann triff deine Wahl.

F.: Was ist die Beschreibung von Wissen?
Sri Sri Ravi Shankar: Wissen ist nicht Information. Gewahrsein ist Wissen. Der Behälter, der Information enthält, wird Weisheit genannt, nicht dessen Inhalt. Da, wo alle Information geschieht, ist das Wissen. Das Bewusstsein – nur das ist das Wissen.
Satyam Gyanam Anantam Brahma – es gibt vier Bezeichnungen für Brahma: Wahrheit, Unendlichkeit, Weisheit und Gott. Das sind die vier Facetten des Wissens. Es ist alles Eins. Relatives Wissen ist Information und reines Wissen ist das, was absolut ist.

F.: Was ist der Sinn meines Lebens? Warum wurde ich auf diesem Planeten geboren?
Sri Sri Ravi Shankar: Die Art, wie du gerade lächelst, dieses Lächeln auch in das Gesicht von anderen zu bringen.

Wissensplus:

Kennst du die Bedeutung des Monats Dezember? (Das Publikum verneint.) November? (Nein.) Dezember: Dash + ambar. Dash bedeutet auf Sanskrit zehn und ambar bedeutet Himmel. Dezember ist also der zehnte Himmel. Analog ist November (nav + ambar) der neunte Himmel und so weiter. All diese Namen haben ihre Wurzeln im Sanskrit.
Früher wurde Neujahr im März gefeiert. März ist der erste Monat und bedeutet: Geh weiter, bewege dich. Die Sonne tritt dann in das erste Sternzeichen ein, in das des Widders. Im Iraq, im Iran, in Afghanistan, in der Türkei und in vielen Teilen Indiens wird der März heute noch als Jahresbeginn gefeiert. Das neue Jahr beginnt also in Wirklichkeit im März. Der Januar ist der elfte, der Februar der letzte Monat.

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