Nicht nur Geld ist Reichtum, sondern alles, was das Leben unterstützt

Bangalore, den 9. Dezember 2010

Eine Gruppe von TTC-Teilnehmern aus Haryana führt einen Tanz auf.

F.: Warum wollen dich alle treffen?
Sri Sri Ravi Shankar: Ich weiß es nicht. Es geschieht einfach so. Die Seelen kommunizieren miteinander.

F.: Heute ist ein großer Teil der Bevölkerung Vegetarier geworden. Vor dreißig Jahren konnte man außerhalb von Indien kaum Vegetarismus antreffen. Warum ist das so?
Sri Sri Ravi Shankar: Es ist heute anders. Bitte jedermann, sich mit den Tieren anzufreunden. Einmal mit ihnen befreundet, isst du sie nicht mehr. Du verwendest deine Haustiere nicht als Nahrung. Wenn du eine Beziehung mit ihnen unterhältst, isst du sie nicht mehr. Pflege die Gewohnheit, alle Spezies miteinander anzufreunden. Das ist der Weg, die Welt zum Vegetarismus zu bringen.

F.: Was sollen wir tun, wenn Wünsche im Geist auftauchen?
Sri Sri Ravi Shankar: Wenn Wünsche auftauchen, solltest du einfach hinsehen, ob sie für dich förderlich sind oder nicht. Wenn Wünsche auftauchen und durch den Intellekt gehen, ist es in Ordnung. Wenn es sich nur um einen untauglichen Wunsch handelt, könnte er Probleme verursachen.

F.: Wie kann man Gewohnheiten überwinden?
Sri Sri Ravi Shankar: Um Gewohnheiten zu überwinden, gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Jemand bietet dir etwas Verlockendes an.

„Wenn du diese schlechte Gewohnheit für zehn Tage unterlässt, bekommst du eine Million Rupien.“ Du wirst darauf eingehen. Etwas Höheres als deine Gewohnheit ist in der Lage, Gier in dir zu wecken. Zweitens: Jemand erzeugt Angst in dir. Ein Arzt sagt, dass du deine Leber zerstören wirst, wenn du trinkst. Dann kannst du deine Gewohnheit überwinden. Der dritte Weg geht über die Liebe.

F.: Warum sind Menschen schlecht?
Sri Sri Ravi Shankar: Menschen sind schlecht, weil Stress vorhanden ist. Wenn sie sich auf den Weg des Sadhana begeben, können sie darüber hinwegkommen.

F.: Was ist Reichtum?
Sri Sri Ravi Shankar: Was bedeutet Reichtum? Nicht nur Geld, Reichtum ist alles, was das Leben unterstützt. In Skandinavien dürsten die Menschen nach der Sonne. Als ich im Winter dorthin ging, war es so dunkel wie jetzt hier. Als ich jemanden fragte: „Wann wird die Sonne aufgehen?“, antwortete er: „Im Januar.“ Für sie bedeutet dies Reichtum.

Heutzutage besteht das Bedürfnis nach einer spirituellen Schwingung in der Gesellschaft. Mit spiritueller Schwingung ist nur gemeint, dass die Menschen sich einander verbunden fühlen. Wenn die Zusammengehörigkeit sich verstärkt, nimmt die Korruption ab.

F.: Was ist Samadhi?

Sri Sri Ravi Shankar: Es gibt verschiedene Arten von  Samadhi.

1 Laya Samadhi – Du tauchst tief ein, indem du nur Musik hörst.

2 Sakshi Samadhi – Waches Gewahrsein.

Wenn du zu viel tust, ist es auch nicht gut. Aus diesem Grunde solltest du dich an einen Lehrer wenden und dich anleiten lassen.

Sri Sri Ravi Shankar: Wenn jemand seinen Körper verlässt, erkennen wir die Größe des Lebens. Eine Person, die da war, gibt es nun nicht mehr. Das gibt dem Leben Tiefe. Man beginnt sich zu  fragen: Was ist das Leben? Wohin ist die Person gegangen? Es gibt dem Leben Tiefe. Es macht jedoch  keinen Sinn, darüber zu brüten. Ja, Tränen kommen, du musst sie nicht unterdrücken. Aber es ist nicht notwendig, darüber zu brüten.

In der Bhagavad Gita spricht Lord Krishna über all die guten Eigenschaften. Dann fügt er hinzu, dass sie alle schon in dir vorhanden sind. Die negativen Eigenschaften sind durch Kontakte, usw. entstanden. Du musst keine positiven Eigenschaften erringen. Genau wie bei einem Atom ist der Kern positiv, während die Negativität sich an der Peripherie befindet. Wenn du das Gefühl hast, dass tief in deinem Inneren Kummer und Wut existieren, kannst du dich niemals davon befreien. Denk niemals, dass  tief in deinem Inneren Kummer oder Wut vorhanden ist. Die moderne Psychologie sagt manchmal, dass dieses Leid sich tief in deinem Inneren befinde. Das ist falsch. Sie wissen nichts über das Bewusstsein. Negativität ist nicht tiefgehend. Wisse, dass sie den Kern nicht berührt.

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