Diwali ist eine Zeit, um alles loszulassen und neu anzufangen

Indien, (Gujarat), 3. November

Sri Sri Ravi Shankars Rede anlässlich von Annam Brahm, einer Veranstaltung, bei der 5.600 vegetarische Nahrungsmittel dargeboten wurden.

Diese  Initiative hat erneut der Botschaft Nachdruck verliehen, dass Essen vereint. Menschen aller  Religionen nahmen an dieser Veranstaltung teil, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die einzigartige Kochkunst verschiedener Gemeinden auszustellen.

Sri Sri Ravi Shankar:

„Wir sind Teil eines Smashta Jeevan. Ein individuelles menschliches Wesen ist mit dem ganzen Universum verbunden, mit all seinen Lebensformen. Vögel, Tiere und das Leben der Menschen sollten respektiert werden. Wenn wir uns um die Natur kümmern, kümmert sie sich um uns. Das macht uns vollständig, und Vollständigkeit ist die Grundvoraussetzung eines menschlichen Wesens. Wir müssen uns um Pflanzen und Tiere kümmern. Eine der göttlichsten Ausdrucksarten besteht darin, einen Baum anzupflanzen. Wir müssen uns auch um die Menschen kümmern. Die Frauen sollten beim Kochen eine Handvoll Getreide zur Seite legen, um einmal wöchentlich oder einmal monatlich den Armen etwas zukommen zu lassen. Man sagt, dass es vor zwei- oder dreihundert Jahren noch nicht einmal eine einzige arme oder hungrige Person in Indien gegeben habe. Wir hatten ein so vollkommenes und fähiges Land.

Wir müssen das Land wieder zu diesem Zustand zurückbringen. Wir sollten uns alle dafür einsetzen.

Leben ohne Freude,

Herz ohne Mitgefühl,

Geist ohne Vorstellungskraft

Und Intellekt ohne Intuition sind unvollständig.

Das ganze Leben ist eine Feier. Feier findet statt, wenn alle zusammenkommen, und eine Gesellschaft ohne Feier ist nicht gut.

Gujarat ist voller Feiern. So viele Tänze, wie die Leute hier tanzen, wird man vermutlich nirgendwo sonst auf der Welt finden. Ganz Gujarat erhebt sich, um während den Navratras zu tanzen.

Wir feiern gerade Diwali. Wir grüßen einander, singen miteinander, entzünden an Diwali die Lichter und feiern. Ein einzelnes Licht genügt nicht, wir müssen ein Licht in allen Bereichen anzünden. Lasst das Licht im spirituellen, sozialen, finanziellen und auch in allen anderen Bereichen leuchten. – Das ist die Botschaft für Diwali. Bei unseren täglichen Aktivitäten regen wir uns übereinander auf, wir regen uns selbst auf und regen auch andere auf. Aber wie lange kannst du in diesem Feuer brennen? Diwali ist eine Zeit, um alles loszulassen und neu zu beginnen. Das ist der Grund, weshalb das neue Jahr in dieser Region unmittelbar auf Diwali folgt. Anlässlich dieses Festes ist es mein Wunsch für alle, das Licht der Weisheit und der Spiritualität in ihrem Leben erfahren zu können, und dass Wellen der Freude unaufhörlich in allen Herzen entstehen.

Heute ist Annam Brahma – das Thema ist Essen. In all unseren Upanishaden heißt es, dass Nahrung Brahma ist, und dass man es ehren sollte. Man sagt auch: „Jaisa ann vaisa mann“ , was bedeutet, dass der Zustand deines Geistes von deiner Ernährung abhängt. Die rein vegetarische Ernährung vervollkommnet unseren Geist, schärft unseren Intellekt und hält unseren Körper gesund. Deshalb werden viele Wissenschaftler heute Vegetarier.

Wir sind uns noch nicht einmal der riesigen Vielfalt an Essen, die es in Indien gibt, bewusst. Von Tripura nach Kerala und von Kashmir nach Kanyakumari – sämtliche Gerichte, die von den Menschen gegessen werden, sind heute hier vorhanden.

Wir beten, bevor wir essen. Das Essen, das wir zu uns nehmen, nimmt die Schwingungen auf. Achtung vor dem Essen zu haben bedeutet, die Bauern zu respektieren. Wir sollten immer daran denken, dass derjenige, der das Essen produziert, glücklich sein muss, denn das ist der Ursprung des Zyklus der Gedanken. Das ist unsere wunderbare Tradition, der eine solch tiefe Wissenschaft zugrunde liegt. Essen lässt uns Chaitanya erfahren, das Bewusstsein. Deshalb wird es Brahman genannt.

Indien ist berühmt für seine Beiträge in sieben Bereichen. Zuerst für die Vielfalt an Kleidern, die zur Verfügung steht. Dann die riesige Vielfalt an Nahrungsmitteln. Es folgen Nritya und Sangeet (Tanz und Musik); Bereiche, in welchen Indien ebenfalls anerkannt ist. Dann kommt der Tourismus, Pravaas Udhyog, die Informatikindustrie, und natürlich hat Indien sich auch einen Namen im Bereich der Spiritualität gemacht – in der Sparte des Wissens. So hat Indien in diesen sieben Bereichen einen außergewöhnlich starken Eindruck hinterlassen. Wir müssen das öffentlich machen. Das ist heutzutage sehr wichtig. Solche Dinge sollten als Welterbe anerkannt werden.

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